Fast sechs Milliarden Euro Verlust in drei Jahren: HVB hält an DAB Bank und Activest fest

Fast sechs Milliarden Euro Verlust in drei Jahren
HVB hält an DAB Bank und Activest fest

Die HVB (Hypo-Vereinsbank) will an der Mehrheitsbeteiligung an dem Online-Broker DAB Bank und der Fondsgesellschaft Activest festhalten.

HB MÜNCHEN. „Die DAB steht nicht zum Verkauf, Activest steht nicht zum Verkauf“, sagte Bank-Chef Dieter Rampl am Donnerstag in München. Zu der Tochter Westfalenbank wolle er so eine Aussage indes nicht treffen. „Wir prüfen mehrere Optionen“, sagte er. Nach Angaben aus Bankenkreisen ist ein Weiterbetrieb der Westfalenbank gewissermaßen als Filiale, ein Verkauf oder auch ein Verkauf samt Banklizenz zusammen mit einem Portfolio aus Immobilienkrediten denkbar.

Laut Rampl führt die HVB keine Gespräche über eine Fusion. Es gebe keine Verhandlungen über einen Zusammenschluss - weder in Italien noch sonst irgendwo, sagte Rampl am Donnerstag in München. „Nein, diese Gespräche gibt es nicht“, ergänzte er. Natürlich gebe es immer wieder Kontakte mit anderen Häusern über andere Fragen. Zuletzt waren Spekulationen aufgeflammt, die italienische Großbank Unicredito könnte an einem Zusammenschluss mit der HVB interessiert sein.

Die Hypo-Vereinsbank steckt nach wie vor tief in den roten Zahlen und will mit dem weiteren Abbau von bis zu 2.400 Arbeitsplätzen ihre Kosten senken. Die Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren vor allem in der Zentrale und in kundenfernen Bereichen in Deutschland gestrichen werden, sagte Rampl und schloss auch Entlassungen nicht aus. Zugleich werde die HVB ihr Immobiliengeschäft, dessen Altlasten zu einem Jahresverlust von 2,3 Milliarden Euro führten, deutlich reduzieren.

„Nach menschlichem Ermessen“ seien jetzt alle Altlasten „endgültig beseitigt“, sagte Rampl und stellte für das laufende Jahr einen Gewinn von knapp einer Milliarde Euro in Aussicht. Mit der Abschreibung von 2,5 Milliarden Euro für faule Immobilienkredite habe er „einen Schlussstrich unter das leidige Thema“ gezogen. Die Ertragskraft des zweitgrößten deutschen Kreditinstituts sei deutlich gestiegen, vor allem mit dem vierten Quartal „sind wir ausgesprochen zufrieden.“

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