Faule Hypothekengeschäfte
Bank of America verhandelt über Milliardenvergleich

Die Beilegung eines Verfahrens wegen mutmaßlich fauler Hypothekengeschäfte vor Ausbruch der Finanzkrise könnte für die Bank of America richtig teuer werden. Von mindestens zwölf Milliarden Dollar ist die Rede.
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New YorkWegen des mutmaßlichen Geschäfts mit faulen Krediten droht der Bank of America eine Zahlung in Höhe von mindestens zwölf Milliarden Dollar. Wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Donnerstag berichtete, befindet sich die Bank in Gesprächen mit dem US-Justizministerium und mehreren Bundesstaaten über die Beilegung eines Verfahrens wegen mutmaßlicher fauler Hypothekengeschäfte vor Ausbruch der Finanzkrise. Das WSJ beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Den Insidern zufolge sollen voraussichtlich mindestens fünf Milliarden Dollar unter anderem dafür genutzt werden, Hypotheken und monatliche Zahlungen von Hausbesitzern zu reduzieren. Ein Sprecher der Bank lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Das US-Justizministerium war zunächst nicht zu erreichen. Wann es zu einer vorläufigen Einigung kommen könnte, ist laut WSJ noch unklar.

Erst kürzlich hatte Bank of America einem Vergleich mit der amerikanischen Immobilien-Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency in Höhe von sechs Milliarden Dollar zugestimmt. Insgesamt hat das größte Geldhaus der USA seit der Finanzkrise bereits rund 60 Milliarden Dollar im Kampf gegen Rechtsklagen und für den Rückkauf fauler Hypothekenpapiere aufgewendet.

Bislang liegt die Rekordstrafe für ähnliche Vorwürfe wie sie gegen die Bank of America erhoben werden bei 13 Milliarden Dollar. Soviel zahlte das US-Geldhaus JP Morgan 2013.

Michael Stahl berichtet für Handelsblatt Live und Online aus New York.
Michael Stahl
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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