Faule Immobilienkredite Banken treiben Spanien in den Ruin

Nach dem Platzen der Immobilienblase ist die Branche massiv unter Druck: Die Sparkasse Liberbank und die Rivalen Ibercaja und Caja 3 sind gezwungen zu fusionieren. Es entsteht eines der größten Institute des Landes.
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Eine Spanierin protestiert gegen Ibercaja - die Bank schmeiße sie aus ihrem eigenen Haus. Der Krise wegen ist die Bank selbst in Schieflage. Quelle: Reuters

Eine Spanierin protestiert gegen Ibercaja - die Bank schmeiße sie aus ihrem eigenen Haus. Der Krise wegen ist die Bank selbst in Schieflage.

(Foto: Reuters)

Im Zuge einer umfassenden Reform des Bankensektors wollen sich in Spanien drei Sparkassen zusammenschließen. Die Sparkassen Ibercaja, Liberbank und Caja3 gaben bekannt, die jeweiligen Verwaltungsräte hätten für einen Zusammenschluss gestimmt. Mit Aktiva von rund 120 Milliarden Euro entstünde damit das siebtgrößte Institut des Landes. In getrennten Mitteilungen teilten die drei Sparkassen der Börsenaufsicht CNMV mit, dass die Ibercaja 46,5 Prozent, die Liberbank 45,5 Prozent und Caja3 acht Prozent an dem neuen Institut halten werden.
Die Sparkassenbranche gilt als das schwächste Glied des spanischen Finanzsystems und wird seit 2009 umfassend restrukturiert. Gab es 2008 noch 45 regional betriebene Sparkassen, sind es heute nur noch rund zehn. Die Fusionen reichten jedoch nicht aus, um das Finanzsystem zu sanieren, das seit dem Platzen einer Immobilienblase 2008 schwer angeschlagen ist.

In Spanien haben sich bereits mehrere Institute infolge der geplatzten Immobilienblase zusammengeschlossen. Eines der prominentesten Beispiele ist die Bankia, die vor zwei Jahren auf staatlichen Druck nach der Fusion schwächelnder Sparkassen entstanden war. Anfang des Monats wurde die Groß-Sparkasse in einer Nacht- und Nebel-Aktion teilweise verstaatlicht, weil sie die riesigen Verluste aus dem spanischen Immobilien-Crash nicht mehr schultern konnte. Ende vergangener Woche schockierte das Institut mit der Erklärung, zum Überleben weitere 19 Milliarden Euro Staatshilfe zu benötigen.

Die massiven Probleme im Bankensektor sind einer der Hauptgründe für die brisante wirtschaftliche Lage Spaniens. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone droht immer tiefer in den Strudel der europäischen Schuldenkrise zu geraten. Es wird befürchtet, dass die Regierung sich gezwungen sehen könnte, Finanzhilfe bei der EU zu beantragen.

  • rtr
  • afp
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4 Kommentare zu "Faule Immobilienkredite: Banken treiben Spanien in den Ruin"

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  • Dieses "weiterwurschteln" regt mich am meisten auf. Dieses widerliche "ameiern" - gibst mir nicht auch noch 20 Mrd? Der Hypotheken-Dreck gehört zur öffentlichen Versteigerung und die offensichtlich völlig überforderten Bank-Manger an die frische Luft gesetzt. Mein Gott - ein bischen Durchgreifen darf schon sein.

  • Es gab - und schon gar nicht von der Politik -den Vorschlag alle maroden Assets zu versteigern. Öffentlich und europaweit. Dann wird man sehen was der Schrott wert ist oder nicht. Alles andere sind unbegründete Forderungen, Vermutungen oder Annahmen. Her mit dem Mist - auf den Auktionstisch - und erst dann wird entschieden wer oder was pleite ist. Ich fordere ein Minimum an Marktwirtschaft!

  • Im Falle, dass das Land Spanien die marode Banken übernimmt und anschließend Staatsanleihe für diese Banken auflegt, zahlen dann wieder alle EU Steuerzahlen deren Schulden (wie im Fall Griechenland), wenn die maroden Banken ihre neue Staatsanleihe wiederum bei EZB als Sicherheit hinterlegen und evtl. später Konkurs gehen.

  • Drei Pleitekandidaten zusammengeschlossen ergeben dann eine AAA-Adresse, oder wie? Das ist doch alles Blödsinn, der einzige Effekt der auftritt ist dann: Too big to fail! Nur so kann man bei den doofen Steuerzahlern abkassieren, ansonsten würde jedes Institut einzeln gegen die Wand fahren - was vermutlich letzten Endes die billigere Lösung wäre.

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