Faule Immobilienkredite
Neueste Milliarden-Einigung hilft auch deutschen Banken

Der US-Bankengigant Citigroup zahlt 1,1 Milliarden Dollar, um einen Rechtsstreit wegen fauler Immobilienkredite hinter sich zu bringen. Zu den Klägern gehörten auch die Landesbanken sowie die Allianz-Tochter Pimco.
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New YorkDie Citigroup legt einen Rechtsstreit um faule Hypothekenpapiere mit der Zahlung von mehr als 1,1 Milliarden Dollar (800 Mio Euro) bei. Zur Gruppe der 18 institutionellen Investoren, die sich mit der US-Großbank geeinigt haben, gehören die Bayerische Landesbank (BayernLB), die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sowie die Allianz-Fondstochter Pimco.

„Mit diesem Vergleich erledigt sich eine beträchtliche Altlast aus der Finanzkrise“, erklärte die Citigroup am Montag in New York. „Wir sind froh, das hinter uns zu bringen.“

Für das laufende Quartal ergebe sich daraus ein Verlust von rund 100 Millionen Dollar für die Citigroup. Die 18 Investoren wurden von derselben Anwaltskanzlei vertreten, die Anfang des Jahres bereits einen Milliardenvergleich mit der Bank of America (BofA) ebenfalls wegen des Verkaufs fauler Kreditpakete erzielt hatte.

Im Januar 2014 akzeptierte die BofA die Zahlung von 8,5 Milliarden Dollar an eine Investorengruppe. Im März zahlte sie dann weitere 9,5 Milliarden Dollar an die US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac; es war einer der teuersten, den eine US-Bank einging, um wegen fauler Immobiliengeschäfte strafrechtlicher Verfolgung zu entgehen.

Rekordzahlung von JPMorgan

Ähnliche Vergleiche hatten die US-Behörden zuvor bereits mit einer Reihe von Wallstreet-Banken geschlossen. Den Rekord hält die Konkurrentin JPMorgan Chase mit 13 Milliarden Dollar. In den USA hatten ab 2007 immer mehr einkommensschwache US-Hausbesitzer ihre Darlehen wegen steigender Zinsen nicht mehr abzahlen können.

Dies löste in einem Dominoeffekt eine weltweite Krise aus, weil die schlecht abgesicherten Kredite von Bank zu Bank als Geldanlage weitergereicht wurden. Die Investoren gingen juristisch gegen die Banken vor.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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