Faule Immobilienkredite
Spanische Banken werden keine Bad Banks gründen

Spanien wird zur Auslagerung von zweifelhaften Immobilienaktiva keine Bad Banks gründen. Marktteilnehmer quittierten ihre Enttäuschung nach den Ankündigungen der Regierung heute Mittag mit starken Kursverlusten.
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MadridSpanien wird keine Bad Bank gründen. Marktteilnehmer quittierten ihre Enttäuschung nach den Ankündigungen der Regierung heute Mittag mit starken Kursverlusten für die Banken. Der spanische Börsenindex Ibex gab um drei Prozent nach.

Analysten hatten erwartet, dass die Regierung die Banken zur Auslagerung aller zweifelhaften Immobilienaktiva in neue Verwaltungsgesellschaften zwingen würde. Doch wie die Regierung heute ankündigte, betrifft die Maßnahme nur die realen Immobilien in ihrem Besitz der Banken, also Baugrundstücke und Immobilien, die klamme Bauträger zur Tilgung ihrer Kredite an die Banken überschrieben haben. Derzeit suchen die Kreditinstitute diese Immobilien über eigene Maklerabteilungen auf den Markt zu bringen.

Nun schreibt der Gesetzgeber vor, dass die Banken die Immobilien zum Buchwert abzüglich der gesetzlich geforderten Rückstellungen ausgliedern, um dann in den neuen Vehikeln von professionellen Immobilienverwaltern so schnell wie möglich verkauft zu werden. Entgegen den Erwartungen verbleiben die neuen Gesellschaften zunächst im Besitz der Banken, das heißt die Bilanzen werden nicht wie erhofft auf einen Schlag gesäubert.

„Sofern, wie wir annehmen, die Bewertung korrekt ist, wäre es wünschenswert, das private Investoren sich an diesen Immobilienverwaltungsgesellschaften beteiligen“, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Das sei allerdings erst in einem zweiten Schritt möglich. Das wichtige sei, dass die neuen Vehikel entstehen und dass die Banken sich endlich wieder dem eigentlich Bankgeschäft zuwenden können, anstatt sich wie bisher auch als Immobilienmakler betätigen zu müssen. Die Schaffung der Vehikel und die Auslagerung der Immobilien ist obligatorisch für alle Banken.

Zudem müssen Spaniens Banken zusätzlich 30 Milliarden Euro an Rückstellungen für ihre Immobilienaktiva leisten – ein harter Schlag für die unter Rezession und internationalen Misstrauen leidenden Geldinstitute. Der Sektor hat Kredite in Höhe von rund 300 Milliarden Euro an Bauträger und Immobilienfirmen vergeben, davon sind rund 184 Milliarden Euro notleidend. Für diese faulen Kredite war das Niveau an Rückstellungen bereits im Februar um 54 Milliarden Euro erhöht worden. Das heute beschlossene Gesetzesdekret fordert den Banken nun zusätzlich rund 30 Milliarden Euro an Rückstellungen für die noch gesunden Kredite ab. Das gesamte Portfolio an Immobilienkrediten sei dann zu 45 Prozent durch Rückstellungen in Höhe von 120 Milliarden Euro gegen Wertverlust abgedeckt, erklärte Wirtschaftsminister Luis de Guindos.

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  • So gehen andere Staaten mit Banken um. Und in Deutschland?

    Da wird mal kräftig das Gehalt des Vorsitzenden erhöht, während der Garant, der Steuerzahler nichts erhält.

    Da muss man nicht links oder rechts angesiedelt sein, um dies als Unrecht zu erkennen.

    Aus allem muss man sich fragen, was das ganze überhaupt noch soll, was dahinter steckt. Da ist der ESM-Vertrag ist seiner rechtlichen Ausgestaltung nur noch konsequent.

    Man muss sich hüten, dass hier keine Hetzjagd entsteht, bei der die große Mehrheit wieder einmal das ganze dann duldet, weil "es ja nicht die falschen trifft".

    Hier wird zweifellos fahrlässig unser Wertesystem systematisch vernichtet.

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