Fed-Chef vor Gericht
Bernanke soll im AIG-Prozess aussagen

Im Prozess um die AIG-Rettung soll nun offenbar auch der Fed-Chef Bernanke aussagen. Die Bank wurde 2008 von der US-Regierung gerettet. Laut Anklage entgingen den Anlegern dadurch viele Milliarden Dollar.
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New YorkIm Prozess um die Rettung des Versicherungsunternehmens American International Group (AIG) durch die US-Regierung während der Finanzkrise soll auch Fed-Chef Ben Bernanke aussagen. Ohne den Notenbanker als wichtigen Entscheidungsträger der Regierung zu vernehmen, könne über die Milliardenklage nicht entschieden werden, erklärte Richter Thomas Wheeler am Montag. Der Fall wird vor einem Bundesgericht in Washington verhandelt, das sich mit Forderungen gegen die US-Regierung befasst.

Die Regierung bewahrte AIG im Jahr 2008 mit 182 Milliarden Dollar vor dem Zusammenbruch. Gegen die Aktion klagt der frühere Konzernchef Hank Greenberg mit Hilfe seiner Holdinggesellschaft Starr International, die vor der Rettungsaktion zwölf Prozent an AIG besaß. Nach Darstellung Greenbergs entgingen AIG-Aktionären damals Dutzende Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der Hank Greenberg ist schon 'ne Nummer: Ohne Staatshilfe wäre AIG pleite gegangen und seine komplette Beteiligung wäre verloren gegangen. Und nun klagt er gegen den US-Staat, dass dieser ihm einen allerdings kleinen Teil seines Vermögens gerettet hat? Das ist ja so daneben wie die tatsache, dass die wesentlichen Ursachen die zur AIG-Krise geführt haben, ja gerade in der Zeit getroffen wurden, als Greenberg selbst AIG-Chef war. Haltet den Dieb!

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