Fifa-Korruptionsskandal
US-Behörden prüfen Verwicklung von Großbanken

Die Bankenaufsicht des Bundesstaates New York prüft eine mögliche Verwicklung von Großbanken in den Fifa-Korruptionsskandal, sagen Insider. Ob die Geldhäuser sich tatsächlich falsch verhielten, steht noch nicht fest.
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New YorkNach den US-Bundesbehörden prüft nun auch die Bankenaufsicht des Bundesstaates New York einem Insider zufolge eine mögliche Verwicklung von mehreren Geldhäusern in den Korruptionsskandal um den Weltfußball-Verband Fifa. Zu den mehr als sechs Instituten gehörten Deutsche Bank, Credit Suisse, Barclays und Standard Chartered, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zum Freitag. Es sei noch zu früh um zu sagen, ob tatsächlich ein Fehlverhalten vorliege. Die Aufsichtsbehörde DFS äußerte sich dazu offiziell nicht, ebenso wenig wie die Geldhäuser. Das „Wall Street Journal” hatte zuerst über die Ermittlungen berichtet.

Die Untersuchung läuft dem Insider zufolge parallel zu den Ermittlungen auf Bundesebene. Das US-Justizministerium hatte Ende Mai Anklage gegen neun Fifa-Vertreter und fünf Führungskräfte von Sportmedien und Vermarktungsunternehmen erhoben. Die amerikanischen Behörden gehen davon aus, dass mehr als 150 Millionen Dollar Bestechungsgelder geflossen sind. Der zuständige Staatsanwalt Kelly Currie hat eine Prüfung angekündigt, ob diversen Großbanken bewusst gewesen sei, dass sie beim Waschen von Schmiergeld geholfen hätten. Gegen keine der Banken gebe es dabei irgendwelche Anschuldigen, erklärte Currie damals. In der Anklageschrift fanden sich zwar die Namen diverser internationaler Geldhäuser, über die verdächtige Geschäfte abgewickelt wurden. Deutsche Institute waren allerdings nicht darunter.

Insidern zufolge liegt das daran, dass die Fifa für viele deutsche Häuser schon länger ein rotes Tuch ist. Mehrere Banker hatten Reuters im Juni gesagt, die Fifa stehe auf der „schwarzen Liste” jener Institutionen, mit denen man keine Geschäfte mache, weil die Reputationsrisiken zu groß seien. Die Gefahr für den eigenen Ruf sei größer als der mögliche Ertrag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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