Finanzaufsicht

RBS wehrt sich gegen Vorwürfe

Schwere Vorwürfe gegen die Royal Bank of Scotland: Einem Bericht der britischen Regierung zufolge soll die Bank Kleinunternehmen in „zahlreichen Fällen“ in den Ruin getrieben haben. Das Institut wehrt sich.
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Im Londoner Regen gehen Menschen an einer Filiale der Royal Bank of Scotland vorbei. Das Institut wehrt sich gegen die schweren Vorwürfe, die in einem von der Regierung beauftragten Bericht erhoben werden. Quelle: Reuters

Im Londoner Regen gehen Menschen an einer Filiale der Royal Bank of Scotland vorbei. Das Institut wehrt sich gegen die schweren Vorwürfe, die in einem von der Regierung beauftragten Bericht erhoben werden.

(Foto: Reuters)

LondonDie staatlich kontrollierte Royal Bank of Scotland (RBS) wehrt sich gegen Vorwürfe, sie habe kleine Unternehmen in den Ruin getrieben und sich die Insolvenzmasse dann unter den Nagel gerissen. Die beschuldigte Tochter Global Restructuring Group (GRG), zuständig für riskante Kredite, helfe den meisten ihrer Kunden erfolgreich bei der Sanierung, teilte die RBS am Montag mit. Aber nicht alle Unternehmen mit „ernsten finanziellen Problemen“ könnten gerettet werden.

Die Bank reagierte auf einen von der Regierung in Auftrag gegebenen Bericht, der am Montag an die Finanzaufsicht ging. Darin heißt es, es gebe „zahlreiche Fälle“, wo die RBS gesunde Unternehmen zerstört habe. Es sei der Eindruck entstanden, dass Firmen „absichtlich“ in Schwierigkeiten gebracht worden seien, um sie an die GRG weiterzureichen und ihre Vermögenswerte dann zu Ramschpreisen aufzukaufen.

Der zuständige Wirtschaftsminister Vince Cable sprach am Sonntag von „sehr schweren Vorwürfen“. Er sei gleichzeitig aber „zuversichtlich“, dass die neue Führung der Bank aus der RBS ein Institut machen wolle, das kleinen und mittleren Unternehmen beim Wachsen helfe.

Die RBS hatte im August einen neuen Chef ernannt, Ross McEwan. Er trat sein Amt im Oktober an. Die RBS ist zu 81 Prozent in Staatshand. Der Konzern war während der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 verstaatlicht worden.

  • afp
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