Finanzbranche
Weniger freie Stellen in Londons City

Ein Rückgang von zwölf Prozent an offenen Stellen: Die Banken im Londoner Finanzviertel stellen weniger neue Mitarbeiter ein. Die Geldhäuser warten ab – die strengeren Kapitalvorschriften sollen der Grund sein.
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LondonDie Zahl freier Positionen bei Finanzfirmen in der britischen Hauptstadt ist im Juli um zwölf Prozent zurückgegangen. Das meldete der Personalberater Astbury Marsden am Montag in einer Mitteilung. Strengere Kapitalvorschriften hielten die Unternehmen davon ab, mehr neue Mitarbeiter einzustellen, hieß es. Demnach gab es im Juli in den Londoner Finanzvierteln City und Canary Wharf 2172 neue offene Stellen, nach 2462 im Juni. Gegenüber Juli 2012 beträgt der Rückgang 27 Prozent.

Positive Zahlen bei einigen Banken „wecken neue Zuversicht“, wird Chief Operating Officer Mark Cameron in der Mitteilung zitiert. „Das hat sich jedoch noch nicht in einen Zuwachs an neuen Stellen in der Branche niedergeschlagen, da die strengeren Kapitalanforderungen durch die Regulierer die Banken vorsichtiger beim Schaffen neuer Stellen machen.“

Das Einstellungsverhalten in der Finanzbranche sei weiter uneinheitlich, da die Unternehmen noch mit den strengeren Kapitalregeln kämpften, erklärte der Personaldienstleister. Die nach Bilanzsumme zweitgrößte britische Bank Barclays meldete vergangene Woche Pläne, 7,8 Milliarden Pfund (neun Milliarden Euro) aufzunehmen, nachdem die Prudential Regulation Authority der Bank of England für die Banken ein Leverage-Ratio-Ziel von drei Prozent eingeführt hatte.

Die neuen Vorschriften zwängen die Banken abzuwägen, „in welchen Geschäftsbereichen sie wohl am profitabelsten sein werden, und wo sie am besten ihre Ressourcen konzentrieren”, so Cameron. „Viele Banken warten mit Einstellungen ab, während sie ihre Betriebsabläufe überarbeiten.“

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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