Finanzdienstleister AWD

Die Marke AWD verschwindet

Der umtriebige Unternehmer Carsten Maschmeyer baute den Finanzvertrieb AWD auf. Doch nun soll die von Maschmeyer aufgebaute Marke verschwinden. Der Eigentümer Swiss Life will den belasteten Namen aufgeben.
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Getrübte Freude: Der umtriebige Unternehmer Carsten Maschmeyer. Quelle: dpa

Getrübte Freude: Der umtriebige Unternehmer Carsten Maschmeyer.

(Foto: dpa)

ZürichDer Finanzmanager Carsten Maschmeyer sucht die Nähe zu Politikern, Schauspielern, Musikern und Moderatoren. Er gründete den Finanzvertrieb AWD und baut den Konzern zu einem der größten Dienst in der Branche auf. Später verkaufte er sein Lebenswerk an den Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life.

Zurückgezogen hat sich Maschmeyer aber längst noch nicht. Seine Maschmeyer Group umfasst ein buntes Spektrum an Einzelfirmen und Beteiligungen, die er von seiner Heimat Hannover aus steuert. So engagierte er sich etwa bei den Mitteldeutschen Fahrradwerken (Mifa).

Doch sein Gründungswerk AWD wird bald verschwinden, der Name getilgt werden: Die Direktoren des Finanzvertriebs AWD sollten sich für den Abend des 27. November besser nichts vornehmen. Dann wird sie der AWD-Eigentümer Swiss Life nach Hannover beordern, um ihnen eine umfassende Reorganisation zu erklären. Am Tag darauf soll sie offiziell vorgestellt werden. Damit vorab nichts nach außen dringt, sollen alle AWDler ihre Handys abgeben.

Laut mit den Vorgängen vertrauten Kreisen will Swiss Life beim kriselnden Finanzvertrieb durchgreifen. Dazu soll die AWD Holding AG mit der deutschen Niederlassung der Swiss Life AG fusionieren. In der sechsköpfigen Führung der neuen Gesellschaft übernehmen Swiss-Life-Manager das Kommando.

Die neue Obergesellschaft wird umbenannt in "Swiss Life Best Select". Im Zuge dessen werden die Schweizer einen Teil des AWD-Firmenwerts, der mit 1,1 Milliarden Franken (914 Millionen Euro) in den Büchern steht, abschreiben; die Rede ist in den Kreisen von 250 Millionen bis knapp 400 Millionen Franken. "Wir kommentieren solche Spekulationen nicht", erklärte ein Swiss-Life-Sprecher.

Vor rund vier Jahren hatten die Schweizer AWD für gut eine Milliarde Euro übernommen. Swiss Life versprach sich davon eine "deutliche Steigerung des Neugeschäftsvolumens". Ferner wollten die Schweizer von der Expansion des AWD in Osteuropa profitieren. Die Rechnung ging nicht auf. Analysten bezeichnen die Übernahme heute als "Fehlkauf". Laut internen Prognosen sollte AWD 2011 bei den Einnahmen die Milliarden-Marke knacken und über 100 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) abliefern. Stattdessen lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 561 Millionen Euro, das Ebit betrug magere sieben Millionen Euro.

Prozesskosten zehren am Gewinn
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20 Kommentare zu "Finanzdienstleister AWD: Maschmeyers Lebenswerk verschwindet"

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  • Tja - was soll man da noch sagen. In Zeiten der Finanzkrise sollte man halt auf einen starken Partner am Markt setzen. Auch MLP oder die Deutsche Vermögensberatung mit ihrer Aachen Muenchner werden das gleiche Schicksal ereilen!.

  • »Bestseller-Autor« würde doch bedeuten, dass irgendjemand diesen Schund auch kaufen würde …

    Munkelt man doch, dass bereits 1995 und somit lange noch vor dem doch bedeutsamen Urteil des OLG Frankfurt vom 22.01.1998, Az. 6 U 237/96, ein Dr. Reinfried P… (Zur Erinnerung: 1967 bis 1969 Mitarbeiter bei Bernie Cornfeld/Strukturvertrieb IOS, 1970 Mitbegründer einer Bonnfinanz/Strukturvertrieb Deutscher Herold Versicherungsgruppe, und 1976 Gründer der neu ins Leben gerufenen Allgemeinen Vermögensberatung AG) mit allen Mitteln verhindern wollte, dass das Buch eines ausgestiegenen Ex-Strukkie auf den Markt gelangte.

    Damals war zu hören, dass er einen Großteil seiner Vertrauten aussandte alle am Markt verfügbaren Exemplare aufzukaufen.

    Die Auflage soll bereits am Tage nach Veröffentlichung ausverkauft gewesen sein.

    Schön, dass die verhandelnden Richter mit alle denen, die kein Exemplar mehr kaufen konnten, ein Einsehen hatte und die beklagten Zitate zumindest im Rahmen des Urteils 1998 wörtlich veröffentlichte.

    Hat doch dieses Beispiel wieder einmal eindrucksvoll bewiesen dass »einmal Strukkie - immer Strukkie« auch heute noch gilt.

    Insofern aussagekräftig, wenn SwissLife an vielen guten alten AWD Vorständen festhält.

    Ihr Versicherungsmaklerbureau

  • Wäre schöner,wenn Maschmeyer stattdessen verschwinden würde.

  • Vor Jahren hat es eine PROFITLINE gegeben. Dann wurde Tafelsilber verscherbelt und der AWD an Land gezogen. Die gleiche Fehlinvestition wie damals mit der Banca del Gottardo. Dieses Management dreht sich seit Jahren im Kreis und gefährdet das Kerngeschäft. Man erkennt keine verlässliche Strategie. Der VR Präsident und der CEO erhöht sich nur selber dauernd die GAGE. Eigentlich müsste das Gehalt und der Bonus ein (-) Vorzeichen haben. Das ist nämlich der Leistungsausweis von diesen Managern und VR. Die Swiss Life ist ein McKinsey Konstrukt und hat das Vertrauen verspielt. Deshalb muss man nicht den Namen wechseln sondern gewisse Köpfe austauschen. Darüber sollte der VR ernsthaft befinden und die Konsequenzen ziehen. Oder sind im VR bei der Swiss Life nur Marionetten?

  • Vor Jahren hat es eine PROFITLINE gegeben. Dann wurde Tafelsilber verscherbelt und der AWD an Land gezogen. Die gleiche Fehlinvestition wie damals mit der Banca del Gottardo. Dieses Management dreht sich seit Jahren im Kreis und gefährdet das Kerngeschäft. Man erkennt keine verlässliche Strategie. Der VR Präsident und der CEO erhöht sich nur selber dauernd die GAGE. Eigentlich müsste das Gehalt und der Bonus ein (-) Vorzeichen haben. Das ist nämlich der Leistungsausweis von diesen Managern und VR. Die Swiss Life ist ein McKinsey Konstrukt und hat das Vertrauen verspielt. Deshalb muss man nicht den Namen wechseln sondern gewisse Köpfe austauschen. Darüber sollte der VR ernsthaft befinden und die Konsequenzen ziehen. Oder sind im VR bei der Swiss Life nur Marionetten?

  • Mit ihrem Selbstverständnis für fundierten Journalsimus,
    sollen Sie Ihre Hofberichterrolle für Maschmeyer sofort beenden. Maschi ist ein feingemachter Selbstdarsteller der seinen AWD rechtzeitg an Swiss Life verscherbelt hat.
    Leider hat Swiss life nicht seine Luftbuchung 'good will' gesehen, die dürfen sie jetzt abschreiben, wenn
    sie umbenennen. Weiter haben sie alle am Hals, die den Finanzträumen des AWD geglaubt haben.Maschi und friends können ihre Millionen ungefährdet geniessen, sich bei der B-Prominenz einreihen und Filmsternchen beeindrucken.Das Feld sollten Sie der Bunten nicht streitug machen wollen.
    Maschmeyer einfach abhaken!!

    gegönnt haben
    Millionen damit gesammelt, daß andere, die seinem Finanzoptimierer AWD

  • Wie das Wirtschaftsblatt CASH soeben berichtet, soll der GOODWILL zum AWD, in den Büchern der SWISS-LIFE, bei einem ehemaligen Kaufpreis von 1,2 Milliarden Euro, nunmehr auf bis zu 1 Milliarde Euro abgeschrieben werden. Von Werthaltigkeit und Erfolg also keine Rede mehr. Für die vielen Tausend AWD-Geschädigten ein weiterer Schlag ins Gesicht. Wie bei einer Lotterie, gibt es nämlich in Sachen AWD auch nur einen einzigen GEWINNER. Der, immer noch als "Erfolgsunternehmer" apostrophiert, schreibt sogar einen Erfolgs-Ratgeber und lässt sich von seinen sicher gut bezahlten Marketingstrategen auch hier gleich vom Start weg als "Bestseller-Autor" anpreisen.
    Es ist eben alles eine Frage des Blickpunktes und, man höre und staune, des Best-Select-Wordings. Dass nunmehr jene AWD-Firma in SWISS-LIFE-BEST-SELECT umgetauft werden soll, ist denn auch logisch; steht doch jetzt der Name eindeutig für das Unternehmens-Programm. Wobei gerade dieses Programm, dieses MLM-Finanzvertriebs-System, seit AWD-Gründung 1988 beibehalten wird, so wie das Best-Select der Menschen. Nomen est Omen.

  • Die Tilgung des Namens wird Herrn M. auf jeden Fall an seinem Ego kratzen. Pikant: Im frühen Ägypten bedeutete die Auslöschung des Namens eines Monarchen zugleich die völlige Auslöschung des Königs aus der Geschichte. Das geschieht nun (symbolisch) mit dem AWD. Es wird ein Exempel statuiert. Ungnade: Herr M. wird schon zu Lebzeiten aus allen Büchern der Unternehmensgeschichte gestrichen. Und mit ihm zusammen wird auch der AWD lebendig begraben. Für den neuen Herrscher gilt es nun, sich schnellstmöglich von dem „Schatten“ zu lösen, der das zukünftige Reich ins Elend stürzen könnte. Der Vergleich hinkt zwar etwas, aber der Unterhaltungswert bleibt.

  • Maschmeyer, AWD und die korrupten Politiker und ein gewisser Herr Rürup in Abzocken leicht gemacht:

    http://www.youtube.com/watch?v=DTkh9YEmfkM

    LG
    Blackstone

  • Was heisst hier verschwindet? Maschmeyer hat seine Firma an Swiss life für mehrere hundert millionen verkauft und das Geld bereits kassiert. Swiss life will nur den Namen AWD ändern. Das kann für Maschmeyer jetzt nach dem Verkauf egal sein

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