Finanzexperten

Steuerzahler sollen weiter Banken retten

Ungeachtet aller Reformen sehen Finanzexperten die Steuerzahler weiter in der Pflicht, wenn Banken in Schieflage geraten. Ohne Steuergeld werde es nicht funktionieren. Dieses werde in Zukunft aber präziser eingesetzt.
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Bankentürme in Frankfurt: Die Steuerzahler sollen trotz aller Reformen für die Rettung geradestehen. Quelle: dpa

Bankentürme in Frankfurt: Die Steuerzahler sollen trotz aller Reformen für die Rettung geradestehen.

(Foto: dpa)

FrankfurtBei der Schieflage wichtiger Banken werden die Steuerzahler nach Einschätzung von Finanzprofis auch künftig einspringen müssen, ungeachtet aller bisheriger Reformen. Ihr finanzieller Beitrag dürfte aber kleiner werden. „Der Fortschritt wird darin bestehen, dass künftig der Kapitalmarkt an den Verlusten beteiligt wird“, sagte Martin Wiesmann, Leiter des Investmentbankings bei JP Morgan Deutschland in einem „Frankfurter Gespräch“ des Handelsblatts.

Die Allgemeinheit werde aber zur Absicherung von nachhaltigen Restrukturierungen weiter benötigt. „Ohne Steuergeld wird es nicht funktionieren“, sagte Johannes Adolff von der Rechtsanwaltskanzlei Hengeler Mueller. Es gehe aber darum, das Steuergeld „gezielter, chirurgischer, präziser“ einzusetzen.

Den Besitzern von Bankanleihen entstehen dadurch höhere Risiken. Deshalb werden die Refinanzierungskosten der Institute wohl steigen, so Rüdiger Filbry, der Chef der deutschen Bankberatung der Boston Consulting Group.

Laut Wiesmann gibt es aber Anzeichen dafür, „dass sich der Kapitalmarkt auf solche Veränderungen relativ schnell einstellt“. Zuversicht gibt ihm eine Befragung, die JP Morgan unter Investoren durchführte. Danach halten 90 Prozent der Anleger vorrangige Bankanleihen weiterhin für eine Anlageklasse, in die man investieren könne. „Vor zwei Jahren hat das nur etwa die Hälfte der Investoren so gesehen“, so Wiesmann.

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4 Kommentare zu "Finanzexperten: Steuerzahler sollen weiter für Bankenrettung bezahlen"

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  • Ab Donnerstag gibt es günstige Edelstahl Mistgabeln bei Lidl. ;)

  • Auch hier muss bald gelten: die verantwortlichen Banker müssen mit ihrem Leben bezahlen. Sonst ändert sich nie was!

  • Würde der Staat, wie es ihm eigentlich zustände, sein eigenes Geld aus der Luft schöpfen und dieses Monopol NICHT den Privatbanken überlassen,
    müsste er es sich nicht für teures Geld = ZinsesZins borgen und wir bräuchten dann ALLE KEINE Steuern zu bezahlen.

    Unser GANZES Leben wird also nicht von der Politik, sondern von den Banken bestimmt.

  • Lächerlich. Alleine in Europa stehen 18,2 Billionen Euro Müll in den Bilanzen der Banken, ohne Derivatehandel, wohlgemerkt. Dessen Gefahrenpotetial wird hier beschrieben: http://der-oekonomiker.blogspot.com/2012/07/stanpunkt-291-derivate-desaster.html.
    Nichts für schwache Nerven. Von der Politik wird dieses Problem einfach ignoriert, wie meine Vorstösse in Berlin zeigen. Augen zu und durch hilft da nicht.

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