Finanzkonzern
ING streicht mehr als 2000 Arbeitsplätze

Der Finanzkonzern ING liegt mit seinen Quartalszahlen deutlich unter den Analysten-Erwartungen. Über Stellenstreichungen wollen die Niederländer fast eine halbe Milliarde Euro sparen.
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AmsterdamDer niederländische Finanzkonzern ING hat deutlich weniger Gewinn erzielt als von Analysten erwartet und den Abbau von 2350 Arbeitsplätzen angekündigt. Damit passe sich das Unternehmen dem unsicheren Marktumfeld an, teilte ING am Mittwoch mit.

Die Niederländer erzielten im dritten Quartal einen Gewinn von 609 Millionen Euro und verfehlten damit klar die Erwartungen von Analysten, die mit 872 Millionen Euro gerechnet hatten.

Mit den Stellenstreichungen sollen rund 460 Millionen Euro eingespart werden. Im europäischen Versicherungsgeschäft kürzt der Konzern 1350 Jobs, im Bankgeschäft 1000 Stellen. ING war in der Finanzkrise durch staatliche Hilfen in Milliardenhöhe gerettet worden.

Die Europäische Union hat dem Konzern daher verschiedene Auflagen gemacht und verlangt unter anderem, dass sich ING von Teilen des internationalen Geschäfts trennt. Zuletzt hatte der Konzern etwa sein kanadisches Bankgeschäft verkauft und ist dabei, sich von seinen Versicherungstöchtern zu trennen, um mit den erzielten Erlösen Staatshilfen über zehn Milliarden Euro zurückzuzahlen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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