Finanzkonzern ING: Versicherungssparte verbucht Milliarden-Minus

Finanzkonzern ING
Versicherungssparte verbucht Milliarden-Minus

Die Versicherungssparte der ING muss einen unerwartet hohen Verlust verkraften. Die Sparte weist ein Minus von 1,35 Milliarden Euro aus. Dabei spielen auch Abschreibungen auf griechische Anleihen eine Rolle.
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AmsterdamDer niederländische Finanzkonzern ING hat einen unerwartet hohen Verlust in seiner Versicherungssparte verbucht - Schuld daran sind Sonderausgaben. Vor Steuern wies dieses Geschäft am Donnerstag ein bereinigtes Minus von 1,35 Milliarden Euro aus. Analysten hatten lediglich ein Minus von gut 550 Millionen Euro erwartet.

ING muss die Sparte im Gegenzug für staatliche Hilfen in Milliardenhöhe spätestens bis 2013 entweder verkaufen oder an der Börse notieren. Deshalb hat ING bereits das Versicherungs- vom Bankgeschäft getrennt.

ING machte eine Abschreibung über 1,1 Milliarden Euro auf US-Versicherungsprodukte sowie einen Verlust von knapp 350 Millionen Euro aus Absicherungs-Geschäften für das Minus verantwortlich. Insgesamt verdiente der Konzern im vierten Quartal 1,19 Milliarden Euro. Damit blieb ING hinter den Erwartungen von Analysten zurück, die zwischen 1,34 und 2,45 Milliarden Euro berechnet hatten. Auf griechische Anleihen schrieb ING zu Jahresschluss 199 Millionen Euro oder 80 Prozent ihres Wertes ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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