Finanzkonzern KBC
Merck Finck soll einzeln verkauft werden

Der belgische Finanzkonzern KBC will seine Tochter KBL European Private Bankers nun offenbar doch in einzelnen Teilen verkaufen. Für Merck Finck wurde bereits das Interesse möglicher Investoren abgeklopft.
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Die Münchener Privatbank Merck Finck ist einer von zehn Vermögensverwaltern, die unter dem Dach der KBL European Private Bankers zusammengefasst sind - und soll nun einzeln veräußert werden. Ein offizielles Informationsmemorandum, das tiefen Einblick in die Bank bietet, gebe es aber noch nicht, hieß es weiter. Bei Merck Finck wollte man sich dazu nicht äußern.

Bislang hatte KBC die Absicht, seine Tochter KBL als Ganzes zu verkaufen. Im vergangenen Jahr hatten die Hinduja-Brüder 1,35 Milliarden Euro geboten. Doch der Verkauf an die indische Investorenfamilie war am Veto der zuständigen Bankenaufsicht in Luxemburg gescheitert. Seither sucht KBC-Chef Jan Vanhevel nach neuen Käufern, bislang allerdings vergebens. Vanhevel braucht Geld, um die Milliardenhilfen, die der Finanzkonzern während der Finanzkrise erhalten hatte, an den belgischen Staat zurück zu zahlen. Insgesamt hatte KBC rund sieben Milliarden Euro bekommen.

Experten gehen davon aus, dass es einfacher sei, die Unternehmenstochter KBL in einzelnen Teilen zu verkaufen als im Verbund. Neben Merck Finck gehören noch Häuser wie Brown, Shipley & Co aus Großbritannien oder die französische KBL Richelieu Banque Privée zu der Gruppe.

Robert Landgraf
Robert Landgraf
Handelsblatt / Chefkorrespondent Finanzmärkte
Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen

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