Finanzkreise
BayernLB-Chef Häusler hört vorzeitig auf

Der Chef der Bayerischen Landesbank, Gerd Häusler, wird bald sein Amt abgeben. Häusler war seit 2010 verantwortlich für den Umbau des Instituts. Wer seine Nachfolge antritt, steht noch nicht fest.
  • 0

DüsseldorfDer Chef der BayernLB, Gerd Häusler, wird seinen bis 2015 laufenden Vertrag nicht erfüllen. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, werde Häusler spätestens im Laufe des nächsten Jahres vorzeitig aufhören. Aus der BayernLB war zu hören, dass Häusler auf eigenen Wunsch zurücktrete. Über den genauen Zeitpunkt werde noch mit dem Verwaltungsrat verhandelt, hieß es weiter.

Das Institut bestätigte am Montag den Abschied Häuslers – und zwar bereits zum Jahresende 2013. Häusler sei es gelungen, die Bank neu auszurichten, zu sanieren und nachhaltig zu stabilisieren, erklärte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU). Der Aufsichtsrat-Vorsitzende Michael Schneider erklärte, er hätte Häusler gerne „länger an der Spitze des Vorstands gesehen“. Nun suche der Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Nachfolge.

Die BayernLB hatte vom Staat gerettet werden müssen - die EU verlangte im Gegenzug eine drastische Verkleinerung der Landesbank. Häusler habe im vergangenen Jahr das EU-Beihilfeverfahren erfolgreich zum Abschluss gebracht und seit Amtsantritt mehr als 30 Beteiligungen verkauft, teilte die Bank mit. Die Bilanzsumme sei deutlich reduziert worden und liege mit gut 260 Milliarden Euro wieder auf dem Stand von vor zwölf Jahren und nahe an der von der EU geforderten Zielgröße. Eine Milliarde Euro habe die Bank bereits an den Freistaat Bayern zurückgezahlt.

Häusler hatte das Amt 2010 übernommen. Die BayernLB, die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehört, musste zuvor mit Milliardenhilfen stabilisiert werden. Zuvor hatte Häusler die Kapitalmarktabteilung beim Internationalen Währungsfonds IWF geleitet und war Vorstand und Kapitalmarktchef der Dresdner Bank.

Kommentare zu " Finanzkreise: BayernLB-Chef Häusler hört vorzeitig auf"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%