Finanzkrise Commerzbank sieht Dresdner über dem Berg

Bei der neuen Tochter Dresdner Bank sind die schwersten Belastungen überstanden. Das glaubt jedenfalls Bankchef Martin Blessing. Insgesamt sieht er für die Branche aber noch kein Licht am Tunnelende. Allein für sein Haus erwartet der Commerzbank-Chef noch einige Kreditausfälle.
Commerzbank-Chef Martin Blessing. Quelle: dpa

Commerzbank-Chef Martin Blessing.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. "Ich sehe eine gewisse Entspannung", sagte Blessing in einem Interview der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" vom Mittwoch. Die Kurse von Problempapieren der Dresdner Bank hätten sich in Teilen stabilisiert, die Abwärtsbewegung scheine zum Stillstand gekommen zu sein. "Es ist aber in der Breite noch keine Erholung in Sicht, und es ist noch nicht absehbar, was tatsächlich ausfällt." Die Commerzbank hatte die Dresdner Bank Anfang des Jahres übernommen.

Nach Ansicht von Blessing müssen sich die Banken noch auf eine längere Durststrecke einstellen. "Banken sind immer das Spiegelbild der Volkswirtschaft, in der sie arbeiten. Geht es der Wirtschaft gut, geht es in der Regel auch den Banken gut, geht es der Wirtschaft schlecht, leiden auch die Banken", sagte er. Sein Institut rechne 2009 mit Kreditausfällen von 3,5 Milliarden Euro - also etwa so viel wie im Vorjahr. Der größte Teil davon werde wohl im zweiten Halbjahr anfallen.

Auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt bekräftigte Blessing die mittelfristigen Finanzziele der Bank. 2012 soll das operative Ergebnis mehr als vier Milliarden Euro betragen, die Eigenkapitalrendite nach Steuern bei rund zwölf Prozent liegen. 2008 fuhr die Commerzbank inklusive der Dresdner Bank einen Verlust von über sechs Milliarden Euro ein.

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