Finanzkrise: Hypo Real Estate muss weiter zittern

Finanzkrise
Hypo Real Estate muss weiter zittern

Die Zukunft der schwer angeschlagenen Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) bleibt ungewiss. Erneute Gespräche über eine Verstaatlichung des Münchener Konzerns brachten am Freitag nach Handelsblatt-Informationen keine Ergebnisse. Dabei hat die Bank laut Fachleuten ohne Staatshilfe keine Chance.

HB BERLIN. Die Bundesregierung legte jedoch die Grundlage für die Verstaatlichung privater Banken und verständigte sich auf Regeln für die Enteignung der bisherigen Besitzer. Vermutlich müssen sich enteignete Aktionäre auf sehr geringe Entschädigungen einstellen. Das Bundesfinanzministerium bestätigte das bisher nicht.

Bis Anfang der Woche soll aus der schon bis ins Detail ausgearbeiteten Vorlage ein formeller Gesetzesentwurf werden. Sobald das Regelwerk in Kraft sei, könne der Bund wie geplant die Mehrheit bei dem in Schieflage geratenen Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) übernehmen. Aus dem Finanzministerium verlautete, es gebe noch keine Einigung zwischen Minister Peer Steinbrück und den Spitzen der Koalitionsfraktionen.

Hauptbetroffener könnte der amerikanische Finanzinvestor J.C. Flowers sein, der rund 25 Prozent der Anteile an der HRE besitzt. Er sträube sich noch, seine Anteile an den Bund zu verkaufen. Der Bund wiederum braucht die Anteile des Investors, um den täglichen Mittelabfluss bei der HRE zu stoppen, die Übernahme des Instituts durch einen Konkurrenten zu verhindern und damit die eingesetzten Steuergelder zu sichern. Die Hypo Real Estate ist nur deshalb noch nicht bankrott, weil ihr der deutsche Staat und andere Banken insgesamt gut 90 Mrd. Euro an Hilfen zur Verfügung gestellt haben.

Geeinigt hat sich die Bundesregierung offenbar auf die Grundlage für die Verstaatlichung privater Banken. Und sie hat sich laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auch auf Regeln für die Enteignung der bisherigen Besitzer verständigt. Sobald das Regelwerk in Kraft sei, könne der Bund wie geplant die Mehrheit bei dem in Schieflage geratenen Münchener Immobilienfinanzierer HRE übernehmen, hieß es in einem Bericht der .

Das Blatt beruft sich auf einen Entwurf zur Änderung des Bankenrettungsschirms, wonach sich enteignete Aktionäre auf sehr geringe Entschädigungen einstellen müssen. Bis Anfang der Woche solle aus der schon bis ins Detail ausgearbeiteten Vorlage ein formeller Gesetzesentwurf werden. Das Bundesfinanzministerium bestätigte den Bericht nicht. Es gebe noch keine Einigung zwischen Minister Peer Steinbrück und den Spitzen der Koalitionsfraktionen, hieß es.

Seite 1:

Hypo Real Estate muss weiter zittern

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%