Finanzkrise: Norwegen fordert Schadensersatz von der Citigroup

Finanzkrise
Norwegen fordert Schadensersatz von der Citigroup

Die norwegische Zentralbank bittet die Citigroup zur Kasse: Die Währungshüter aus Oslo werfen der drittgrößten US-Bank vor, ihre finanzielle Schieflage auf betrügerische Weise verschleiert zu haben. Die Citigroup wies die Vorwürfe als haltlos zurück.
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HB OSLO/NEW YORK. Die norwegische Zentralbank hat das US-Geldhaus Citigroup auf Schadenersatz für Anlageverluste in der Finanzkrise verklagt. Die Währungshüter aus Oslo werfen der drittgrößten US-Bank vor, ihre finanzielle Schieflage auf betrügerische Weise verschleiert zu haben. Die Citigroup habe nicht aufrichtig über das Ausmaß ihres Engagements in hoch riskante Wertpapiere informiert, die das Institut an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hätten. Die norwegische Zentralbank habe deswegen von 2007 bis 2009 verbriefte Schuldverschreibungen zu überhöhten Preisen gekauft und so insgesamt 835 Mio. Dollar verloren.

Die Klage wurde am 17. September in New York engereicht und führt 20 aktuelle und ehemalige Citigroup-Manager als Beschuldigte. Dazu zählen Bank-Chef Vikram Pandit, sein Vorgänger Charles Prince und Direktoriumschef Richard Parsons.

Die Citigroup wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Das Institut werde sich entschieden zur Wehr setzen, sagte eine Sprecherin am Freitag. Die Citigroup hatte nach dem Platzen der Blase am US-Immobilienmarkt wegen Abschreibungen auf zweitklassige Hypothekenkredite sowie andere verbriefte Ramschpapiere Milliarden-Verluste angehäuft und musste vom Staat gestützt werden. Gegen sie liegen bereits ähnliche Klagen vor.

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