Finanzmakler
MLP trennt Bankgeschäft vom Vertrieb

Der Finanzmakler MLP will mit einem internen Umbau bis zu 75 Millionen Euro für Zukäufe oder zusätzliche Dividenden freisetzen. Dazu soll das Bankgeschäft vom Vertrieb abgespalten werden.
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FrankfurtDer Finanzmakler MLP will mit einem internen Umbau bis zu 75 Millionen Euro für Zukäufe oder zusätzliche Dividenden freisetzen. Die Vertriebstochter MLP Finanzdienstleistungen AG arbeitet derzeit mit einer Vollbank-Lizenz, weil dort auch das Geschäft mit Konten, Kreditkarten und Depots angesiedelt ist. Nun soll das Bankgeschäft davon abgespalten werden, womit sich die Kapitalanforderungen deutlich reduzierten, wie MLP am Dienstag mitteilte. Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg sprach vom „nächsten Schritt der strategischen Weiterentwicklung“. Bis 2021 brauche MLP damit voraussichtlich rund 75 Millionen Euro weniger Kapital. Die MLP-Aktie stieg vorübergehend um bis zu fünf Prozent.

„Durch die Erhöhung unserer freien Eigenmittel erweitern wir unsere unternehmerischen und wirtschaftlichen Spielräume deutlich, vor allem für Investitionen und Akquisitionen, aber auch in der Dividendenausschüttung“, erklärte Schroeder-Wildberg. MLP sei im Bankgeschäft künftig auch offen für Kooperationen, etwa mit jungen Finanzdienstleistern („Fintechs“). „Da gibt es aber keine konkreten Pläne“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. „Einen Verkauf der Bank schließen wir aus.“

Zunächst kostet der Umbau aber neun Millionen Euro. Trotzdem soll das operative Ergebnis (Ebit) in diesem Jahr bei 36 (2015: 30,7) Millionen Euro liegen. Geschäftszahlen für 2016 will MLP am Donnerstag mitteilen. Auf die Dividende für das laufende Jahr sollen die Sonderkosten keinen Einfluss haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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