Finanzplatz Europa: Privatbankier Metzler wirbt für Börsenfusionen

Finanzplatz Europa
Privatbankier Metzler wirbt für Börsenfusionen

Der Frankfurter Privatbankier Friedrich von Metzler setzt sich für einen einheitlichen europäischen Finanzplatz ein, um verstärkt amerikanische und asiatische Investoren anzulocken.

HB FRANKFURT. Deren Milliarden seien dringend notwendig, um das Wachstum auch deutscher Unternehmen zu finanzieren, sagte von Metzler, der auch im Aufsichtsrat der Deutschen Börse sitzt, im Interview mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). "Die geplante und leider geplatzte Fusion der Deutschen Börse mit dem Wettbewerber in London hätte uns weit vorangebracht", sagte er.

Die viel diskutierte Fusion zwischen Deutscher Börse und der Schweizer Börse SWX wäre für von Metzler ein Schritt in die richtige Richtung: "Das wäre schön und brächte den europäischen Kapitalmarkt weiter." Außerdem setzt er auf neue Partnerschaften in Nordamerika und Europa und will Lizenzen des Wertpapierhandelssystems Xetra in Asien verkaufen.

Unter der fehlenden Liquidität leide jetzt die heimische Industrie. Große internationale Fonds investieren nach Ansicht von Metzlers tendenziell zu wenig in deutsche Aktien, da Europa für sie als Gesamtmarkt zu fragmentiert sei. Deutsche Unternehmen seien daher zu niedrig bewertet. "Sie sind im internationalen Vergleich zu billig und angreifbar."

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