Fintech Lendstar
Start-up macht Sparkassen-App Konkurrenz

Die Sparkassen sind stolz auf „Kwitt“, ihre App zum Überweisen per Smartphone. Ihre Werbung ist ein Netz-Hit. Doch jetzt nimmt ein kleiner Konkurrent den Spot aufs Korn – und den Kampf David gegen Goliath humorvoll auf.
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FrankfurtDie deutschen Sparkassen gelten gemeinhin nicht als die Finanzgruppe mit den großen Innovationen. Ende vergangenen Jahres aber konnten die knapp 400 Geldhäuser mit einer Neuheit aufwarten – die ihre Kunden auch kräftig nutzen. Dreieinhalb Monate nach dem Start haben sich schon 310.000 Kunden für „Kwitt“ registriert. Über die Kwitt-App kann man Geld per Smartphone versenden und braucht dafür keine Kontodaten, sondern nur die Mobilnummer des Empfängers.

„Sie finden in Deutschland kein Fintech, das solche Nutzerzahlen hat“, sagte Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon diese Woche stolz. Mehr als eine halbe Million Überweisungen gab es über Kwitt schon. Damit haben ausgerechnet die Sparkassen alle jungen Finanztechnologie-Firmen, kurz „Fintech“ genannt, überholt.

Denn auch mehrere Fintechs sind mit einer App für Handy-Überweisungen unterwegs. Dazu zählen Lendstar, Cringle und Tabbt. Das Start-up Cookies versuchte sich ebenfalls in diesem Markt, hat aber inzwischen aufgegeben. Zudem bietet der US-Onlinebezahldienst Paypal die Möglichkeit, Geld per Smartphone zu schicken.

Die Sparkassen haben auch bereits kräftig für Kwitt geworben. Ihr tatsächlich lustiger Videospot zog viel Aufmerksamkeit auf sich – über 1,6 Millionen Mal wurde er auf der Videoplattform Youtube geklickt. In dem über soziale Netzwerke verbreiteten Werbefilm wird ein junger Mann von einem rabiaten Geldeintreiber verfolgt – und daran erinnert, an seinen „Kumpel Patrick“ ganze 2,60 Euro zu zahlen.

Unangenehm, denn so einem Geldeintreiber wie in dem Spot will niemand gerne begegnen: nackter Oberkörper, kahl geschorener Schädel, überall tätowiert und äußerst brachial. Doch der Muskelmann will das Geld nicht in bar, sondern erinnert den Schuldner daran, doch einfach Kwitt zu nutzen.

Die Kampagne baut auf einem Facebook-Bot auf, der dabei hilft, individuelle „Drohvideos“ zu erstellen. Nutzer können ein eigenes Video erstellen und das brutale Muskelpaket einem Bekannten auf den Hals „hetzen“. Auch anders herum funktioniert Kwitt: Man kann auch Geld von einem Handykontakt anfordern.

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