Fintechs : Smartphone-Konto der Sparkassen startet jetzt

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Smartphone-Konto der Sparkassen startet jetzt

Ab Juli können Kunden ein „Yomo“-Konto per App eröffnen. Damit wollen die Sparkassen dem Start-up N26 Paroli bieten. Nur: Eine Sparkasse ist vorgeprescht und bietet bereits jetzt ein eigenes Smartphone-Konto.
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FrankfurtGetestet und geprobt wurde eine ganze Weile. Kommende Woche können Bankkunden ein reines Smartphone-Konto bei den Sparkassen eröffnen. Die „Yomo“-App – Yomo für „Your Money“ – steht ab Anfang Juli, also ab kommender Woche, für iPhones und Android-Handys zum Herunterladen bereit. Das teilte die Münchner Stadtsparkasse, die bei Yomo federführend ist, auf Anfrage mit.

Zehn große Sparkassen, darunter die Münchner Stadtparkasse, haben Yomo finanziert und starten die App, die das Gemeinschaftsunternehmen Starfinanz entwickelt hat. Die neue Girokonto-App können aber auch alle andere knapp 400 Sparkassen in ihr Angebot aufnehmen. Sie würden Yomo per Lizenz nutzen können. Erhofft worden war allerdings, dass gleich zu Beginn mehr Sparkassen dabei sind.

Yomo ist ein Versuch der Sparkassen, zu verhindern, dass junge Kunden zu anderen Banken abwandern. Zudem wollen sie dem Berliner Finanz-Start-up N26 Paroli bieten, dessen Angebot Yomo ähnelt. N26 zählt zu den so genannten Fintechs, die etablierte Banken direkt angreifen. Mit Erfolg: Die Smartphone-Bank zählt rund 300.000 Kunden und will weiter schnell wachsen. Noch 2017 will Firmengründer Valentin Stalf bis zu 800.000 Kunden erreichen.

Höchste Zeit also für die Sparkassen, gemeinsam gegenzuhalten. Nur: Eine große Sparkasse, die Frankfurter, ist vorgeprescht. Seit wenigen Tagen bietet ihre Onlinetochter 1822direkt bereits ein Smartphone-Konto an, das 1822mobile. Sie hat die App vor zwei Wochen an den Markt gebracht, gab Frankfurter Sparkasse auf Anfrage an.

Die 1822direkt ist als Onlinebank ohnehin ein Sonderfall unter den Sparkassen, die Onlinebanken, die kaum oder keine Filialen haben, eigentlich als Wettbewerber betrachten. Man sei schon seit mehr als 20 Jahren im Direktbanking unterwegs, so die Frankfurter Sparkasse. „Schnelle und flexible Lösungen sind wichtige Erfolgsfaktoren der 1822direkt. Deshalb haben wir schon sehr frühzeitig die Entwicklung eines eigenen mobilen Bankangebotes für jüngere und technik-affine Bankkunden aufgegriffen und vorangetrieben.“ Damit begründet das Geldhaus auch, warum es nicht bei Yomo mitgezogen hat.

Das „IT Finanzmagazin“, das das neue Angebot getestet hat, lobt: Unterm Strich habe die 1822direkt eine gute App vorgelegt, die allerdings noch eine Menge Potenzial zur Weiterentwicklung habe.

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