Flüchtlingsheime
Versicherungswirtschaft verteidigt Kündigungen

Wenn Schulen, Lagerhallen oder Privaträume zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt würden, erlischt der Versicherungsschutz – findet die Versicherungswirtschaft. Die Praxis wird vehement verteidigt.
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BerlinDie deutsche Versicherungswirtschaft hat die Praxis verteidigt, zu Flüchtlingsheimen umgewidmeten Gebäuden den Versicherungsschutz zu entziehen. Wenn Schulen, Lagerhallen oder Privaträume zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt würden, gebe es neue Gefahren und Auflagen, teilte der Gesamtverband GDV am Montag in Berlin mit. Es sei die Aufgabe der Versicherer, auf solche Gefahrenlagen hinzuweisen und erst dann Versicherungsschutz zu gewähren, wenn die Mängel beseitigt seien.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte zuvor von einem fatalen Signal gesprochen. „Wer Unterkünfte für Flüchtlingen zur Verfügung stellt, darf doch nicht dadurch bestraft werden, dass ihm der Versicherungsschutz entzogen wird“, kritisierte Maas in der „Bild“-Zeitung (Montag).

Das Blatt berichtete von einem Fall aus dem Odenwald. Dort sei einer Ferienunterkunft, die Flüchtlinge aufnehmen wollte, wegen einer vermeintlichen „Gefahrenerhöhung“ die Inventarversicherung gekündigt worden. Ein GDV-Sprecher erklärte, die Nutzungsänderung eines Gebäudes könne zu einer abweichenden Risiko-Bewertung und damit zu einer Beitragserhöhung führen. Dies habe die Kündigung der bestehenden Gebäudeversicherung zur Folge. Wie viele derartige Fälle es gibt, konnte er nicht sagen.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Flüchtlingsheime: Versicherungswirtschaft verteidigt Kündigungen"

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  • Was heißt denn bitte "vermeintliche" Gefahrenerhöhung? Ich lese praktisch jeden Tag, dass in Flüchtlingsheimen von den Bewohnern Brandstiftung begangen wird, dass die Einrichtung demoliert wird, Scheiben eingeschlagen, Massenprügeleien in und rund ums Heim etc. Was ist denn daran dann bitte "vermeintlich"? Der Versicherer hat doch absolut recht.

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