Folgen der EU-Bankenabgabe
Gewinn der HypoVereinsbank bricht ein

Die HypoVereinsbank stöhnt unter der EU-Bankenabgabe. Die Bank beziffert die Belastung auf 70 Millionen Euro. Im ersten Quartal ist der Gewinn der HypoVereinsbank vor Steuern um fast ein Drittel eingebrochen.
  • 0

MünchenDie EU-Bankenabgabe hat der HypoVereinsbank im ersten Quartal das Ergebnis verhagelt. Der Gewinn vor Steuern brach um fast ein Drittel auf 197 Millionen Euro ein, wie die Tochter der italienischen UniCredit am Dienstag in München mitteilte.

Auch der Aufschwung an den Finanzmärkten ging an der HVB weitgehend vorbei. Das Handelsergebnis ging um 32 Prozent zurück, weil die Bank sich aus Teilen des Kapitalmarktgeschäfts wie dem Eigenhandel zurückgezogen hat.

Das ließ sich auch durch höhere Provisionen für Wertpapiere und Hypothekenkredite nicht wettmachen.

Die Bankenabgabe, mit der die EU einen Topf für die nächste Finanzkrise füllen will, ist nach Branchenschätzungen in etwa doppelt so hoch wie die bisher in Deutschland erhobene Abgabe. Zudem muss der Aufwand bereits im ersten Quartal voll gebucht werden; bisher war die Abgabe auf vier Quartale verteilt worden.

Die HVB bezifferte die Belastung auf 70 Millionen Euro. Auch andere Großbanken haben deutlich höhere Beträge dafür zurückgestellt als im vergangenen Jahr.

Der Umbau des Filialgeschäfts der HypoVereinsbank ist im vollen Gange. Bis zum Jahresende soll das Geschäftsstellen-Netz um fast die Hälfte auf 341 Filialen ausgedünnt werden, nachdem immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte im Internet erledigen. Knapp die Hälfte der verbleibenden Filialen seien bisher modernisiert worden, teilte die Bank mit. Das schlage sich in einem steigenden Wertpapier-Anlagevolumen und Zuwächsen in der privaten Baufinanzierung nieder.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Folgen der EU-Bankenabgabe: Gewinn der HypoVereinsbank bricht ein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%