Forderung an die Bundesregierung Deutsche Privatbanken fordern Regulierungscheck

Im Koalitionsvertrag ist ein „Regulierungs-Check“ vorgesehen. Die Privatbanken fordern, dass dabei „offenkundige Übertreibungen“ aufgelöst werden.
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Der Chef des Bundesverbandes deutscher Banken kritisiert die Regulierung der Bankenbranche. Quelle: dpa
Hans-Walter Peters

Der Chef des Bundesverbandes deutscher Banken kritisiert die Regulierung der Bankenbranche.

(Foto: dpa)

BerlinDie neue Bundesregierung sollte nach Ansicht der deutschen Privatbanken die Regeln am Finanzmarkt auf Herz und Nieren prüfen. Ziel müsse es sei, vor allem Nebenwirkungen zu analysieren und dabei Schwachstellen, Widersprüche und „offenkundige Übertreibungen“ aufzulösen, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Hans-Walter Peters, am Montag in Berlin. „Ein Regulierungs-Check – wie ihn auch der Koalitionsvertrag vorsieht - ist absolut notwendig und überfällig.“

Der Bankenpräsident kritisierte etwa die seit Anfang des Jahres geltenden Regeln zur Anlageberatung (MiFID 2). Die damit verbundenen Dokumentations- und Informationspflichten empfänden viele Kunden als Bevormundung. Einige Banken hätten sich zwischenzeitlich sogar ganz aus der Anlageberatung zurückgezogen, betonte Peters. Gerade für kleinere Institute stünden die Kosten in keinem ausgewogenen Verhältnis mehr zu den Erträgen. Dies sei eine schlechte Nachricht für die Anleger – vor allem in Zeiten von Nullzinsen.

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