Francesco Giordano und Lutz Diederichs
HypoVereinsbank verliert zwei Vorstände auf einen Schlag

Erst im Juni 2015 war Francesco Giordano als Finanzchef zur Hypovereinsbank gekommen, nun zieht er weiter zum Mutterkonzern UniCredit. Auch der für das Firmenkundengeschäft zuständige Lutz Diederichs verlässt das Geldhaus.

Frankfurt/MailandDie HypoVereinsbank (HVB) muss auf einen Schlag zwei ihrer sieben Vorstandsmitglieder ersetzen. Finanzvorstand Francesco Giordano macht Karriere beim italienischen Mutterkonzern UniCredit. Er soll sich in Mailand vom 1. September an als eines von zwei für das operative Geschäft verantwortlichen Vorstandsmitgliedern (COO) vor allem um die Kosten, den Einkauf, die Immobilien und alle weiteren Finanzthemen kümmern, wie die Mailänder UniCredit am Dienstag mitteilte. Auch die IT-Entwicklung gehört zu seinen Aufgaben. Zugleich geht ein Urgestein der HVB: Der für das Firmenkundengeschäft zuständige Lutz Diederichs habe sich entschlossen, das Haus nach 27 Jahren zu verlassen, hieß es in der Mitteilung. Er wolle "eine neue Herausforderung annehmen".

Diederichs saß seit 2009 im Vorstand der Münchner HVB. Giordano war erst im Juni 2015 von der Bank Austria nach München gekommen, im Konzern arbeitet der Italiener schon seit 16 Jahren. Begonnen hatte er als Leiter der Wertpapieranalyse. Giordanos Nachfolge sei bereits geregelt, teilte die HVB mit, ohne den Namen des neuen Finanzchefs zu nennen. Er muss noch von den Aufsehern abgenickt werden. Auch für Diederichs gebe es bereits Ersatz.

Giordanos Beförderung ist Teil eines großangelegten Umbaus im UniCredit-Vorstand, die sich der neue Bankchef Jean Pierre Mustier am Dienstag vom Verwaltungsrat genehmigen ließ. Sie sei "der erste Schritt, um den Konzern zu vereinfachen", erklärte Mustier. Er wolle die Berichtswege im Management verkürzen und damit die Effizienz steigern. Mustier selbst will sich auf die Strategie, die Risiken und die Kostenstruktur konzentrieren.

Neuer starker Mann unter Mustier wird der bisherige Chef der Investmentbank, Gianni Franco Papa, der selbst als potenzieller Konzernchef gehandelt worden war. Er solle sich künftig um alle Querschnittsthemen kümmern. Auch der bisherige Finanzvorstand der Bank Austria, Mirko Bianchi, steigt auf: Er übernimmt die gleiche Aufgabe im Konzern. Der bisherige Finanzchef Bernardo Mingrone und COO Paolo Fiorentino müssen gehen. Italien-Chef Gabriele Piccini soll eine neue Aufgabe in der Bank bekommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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