Französische Großbank
BNP Paribas meldet Gewinnrückgang

Die Schweizer Großbank UBS und die Deutsche Bank hatten deutlich bessere Ergebnisse vorgelegt als erwartet. Für die französische Großbank BNP Paribas lief es nicht ganz so blendend. Sie will jetzt heftig sparen.
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ParisDer Sparkurs der französischen Großbank BNP Paribas zahlt sich noch nicht aus: Das Geldhaus musste im ersten Quartal wegen der schwierigen Lage im heimischen Privatkundengeschäft einen Gewinneinbruch um knapp die Hälfte auf 1,6 Milliarden Euro verschmerzen. Auch die Marktverwerfungen im Zuge der Zypern-Rettung belasteten das Ergebnis, wie Vorstandschef Jean-Laurent Bonnafe am Freitag erklärte. Er will sich von den Rückschlägen aber nicht entmutigen lassen und hält an seinem Kurs fest: "Wir verbessern die Effizienz des Filialgeschäfts in Frankreich und gehen die Kostenbasis an", betonte Bonnafe im Interview von Reuters Insider TV.

Der französische Branchenprimus hatte vor einigen Monaten angekündigt, die jährlichen Kosten bis 2015 um zwei Milliarden Euro zu senken. Damit hegt er ähnlich ehrgeizige Sparpläne wie die Deutsche Bank, Barclays und andere Rivalen, die unter hohen Regulierungskosten ächzen und Gegenwind an den Märkten spüren. Die Hälfte der Kostensenkungen bei BNP entfällt auf das Privatkundengeschäft, das gerade im Heimatmarkt schon länger lahmt, weil die Kunden wegen der Schuldenkrise verunsichert sind und der Sparkurs der Regierung vielen auf die Stimmung schlägt.

Die Investmentsparte, die im vergangenen Jahr schon gestutzt wurde, soll ein Drittel zu den Kürzungen beitragen. Außerdem will BNP konzernweit Strukturen vereinfachen und die IT modernisieren - das kostet aber erst einmal 1,5 Milliarden Euro. Auch ein Stellenabbau in Europa ist nicht ausgeschlossen, während die Bank in der Wachstumsregion Asien Personal aufstocken will.

Zum konkreten Ausmaß des Jobabbaus hielt sich Bonnafe aber ein weiteres Mal bedeckt. Nach Konzernangaben werden einigen Mitarbeitern in Belgien und Italien derzeit Angebote gemacht, früher in Rente zu gehen. Außerdem ist der Aufbau einer europäischen Online-Bank geplant, um die Schwäche des klassischen Filialgeschäfts wettzumachen. Auch das könnte Stellen kosten.

Analysten und Investoren zeigten sich zum Wochenausklang versöhnlich. Die BNP-Aktie legte in an der Pariser Börse sogar ein Prozent zu. Zum einen hatten Experten mit einem noch größeren Gewinneinbruch gerechnet. Zum anderen überzeugte viele wohl die solide Kapitalausstattung der Bank: BNP kam per Ende März nach den strengeren Regeln der Regulierer (Basel III) auf eine harte Kernkapitalquote von 10,0 Prozent und liegt damit zusammen mit der Schweizer UBS (10,1 Prozent) im internationalen Spitzenfeld, in das mit der jüngsten Kapitalerhöhung auch die Deutsche Bank (9,5 Prozent) vorgestoßen ist.

"Für uns scheint die Bank stark unterbewertet zu sein - trotz ihrer sehr soliden Kapitalausstattung", schrieb CM-CIC-Analyst Pierre Chedeville in einem Kurzkommentar. Ähnlich äußerte sich Citigroup-Analyst Kinner Lakhani, der schon auf höhere Ausschüttungen für die Aktionäre spekuliert. "BNP ist mit am besten dafür aufgestellt, die Dividenden über die Zeit anzuheben", erklärte er. Weltweit buhlen die Großbanken derzeit mit ihrer Dividendenpolitik um die Gunst der Anleger. Dabei sind die US-Institute leicht im Vorteil, weil sie die Finanzkrise schneller hinter sich gelassen haben als ihre europäischen Rivalen, die die Schuldenkrise zurückgeworfen hat.

Positive Impulse für das Geschäft verspricht sich BNP-Chef Bonnafe von der jüngsten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB). "Sie wird nicht die Antwort auf alle Fragen sein, aber sie wird die Wirtschaft unterstützten", sagte er. Die Notenbank hatte am Donnerstag den Leitzins für die Euro-Zone auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt. Damit greift sie vor allem den schwächelnden Euro-Staaten in Südeuropa unter die Arme, in denen BNP noch immer stark engagiert ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Also ich suche immer noch nach einer Bank, die nicht bei den Zinsen spart sondern zuerst bei den Boni. Ja, ich weiss es klingt naiv. Ja mehr, es ist extrem naiv.

    Draghi mit der EZB schafft mit seiner vollen Begeisterung paradiesische Zustaende fuer die Banken. Geld gratis und ohne Ende. Also wer heute noch ein Guthabenkonto bei einer Bank fuehrt, muss froh sein, dass er nicht rausgeschmissen wird. Alleine schon die Belaestigung der Schalterbeamten durch solche Guthaben-Typen ist gewaltig und treibt unnoetig die Kosten der Banken in die Hoehe. DIE brauchen DEIN Geld wirklich nicht mehr - ENDLICH VERSTANDEN?!

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