Französische Großbank
Griechenland belastet BNP noch stärker als befürchtet

Die französischen Banken sind in Griechenland besonders stark engagiert. Das zeigt sich überaus deutlich in der Quartalsbilanz: Der BNP Paribas bricht der Gewinn unter den Füßen weg - sogar noch kräftiger als befürchtet.
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ParisDer Gewinn von Frankreichs größter Bank BNP Paribas ist im dritten Quartal wegen hoher Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen eingebrochen. Der Überschuss fiel um knapp 72 Prozent auf 541 Millionen Euro, wie das Finanzinstitut am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit fast einer Milliarde Euro gerechnet. Nach eigenen Angaben verkaufte BNP im abgelaufenen Quartal Staatsanleihen von Eurozonen-Staaten in Milliardenhöhe und verbuchte eine Abschreibung von zwei Milliarden Euro auf griechische Bonds.

Viele Investoren sind misstrauisch, weil die französischen Institute stärker als andere europäische Banken Bilanzierungsspielräume nutzten, um ihre Griechenland-Anleihen möglichst wenig abzuschreiben. Sie werfen ihnen ungenügende Informationen und mangelnde Transparenz vor. Doch um weitere Abschreibungen werden die Institute nach dem Schuldenschnitt für Griechenland nicht herum kommen.

BNP Paribas hat auf sämtliche griechischen Staatsanleihen Abschreibungen in Höhe von 60 Prozent vorgenommen. Sie stehen jetzt noch mit 1,6 Milliarden Euro in den Büchern. Ende Juni waren es noch vier Milliarden Euro gewesen. Ohne diese Maßnahme wäre der Überschuss im Vergleich zum dritten Quartal 2010 um 2,4 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro gestiegen, wie der Chef des Geldhauses, Baudouin Prot, sagte. Er betonte: „Eine Pleite Griechenlands wäre für BNP handhabbar.“ Auf dem Spiel stünden in diesem Fall vor allem die Staatsanleihen, hinsichtlich Kreditvergabe sei das Institut in dem Land wenig engagiert.

Auch in den übrigen von der Schuldenkrise besonders betroffenen Ländern Europas hat BNP den Wert der Staatsanleihen in der Bilanz kräftig reduziert. Die Bank hält nun noch spanische Staatsanleihen in Höhe von 0,5 Milliarden Euro, irländische in Höhe von 0,3 Milliarden Euro und portugiesische in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Den Wert italienischer Staatsanleihen verringerte die Bank im Vergleich zu Ende Juni von 20,8 Milliarden Euro auf 12,2 Milliarden Euro.

Im Investment-Banking sanken die Einnahmen „in einem sehr schwierigen Markt“ um fast 40 Prozent. BNP kommt beim angestrebten Abbau risikogewichteter Aktiva im Umfang von 70 Milliarden Euro vorwärts. Für 63 Milliarden Euro davon, ist die Reduzierung angestoßen.

BNP hatte bereits zuvor angekündigt in „erheblichem“ Umfang Stellen im Investment-Banking zu streichen. Das präzisierte Prot am Donnerstag nicht weiter. Er sagte lediglich, von Mitte November an würde der Arbeitsplatzabbau in den betroffenen Ländern kommuniziert. Er werde allerdings nicht so drastisch ausfallen wie bei einigen Konkurrenten, weil BNP in diesem Bereich seit zwei Jahren nicht eingestellt habe.

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  • @Schneve

    Immer schön langsam, wie bereits erwähnt ist das Banking für systemrelevante Banken ein Kinderspiel. Wenn man versteht wie Banken Geld und Zinsen produzieren, dann ist das ganze nur noch "Bruchteil (fractional reserve banking)" von dem was viele andere Industrien leisten müssen um nur annähernd solche Gewinne zu generieren, trotz miserablem Missmanagements. Das ist nämlich das tragische.
    Bitte folgendes Video schauen und dann argumentieren:

    http://video.google.com/videoplay?docid=6433985877267580603#

  • Schwach und unsachlich. BNP Paribas ist eine Privatbank und hat trotz Abschreibungen von 60% auf Griechenlandanleihen einen guten Gewinn vorgewiesen (von der Börse honoriert); auch das Handelsblatt sollte besser recherchieren anstatt dubiose Artikel zu schreiben. Und woher stammen diese Vorurteile was Frankreich und französische Banken betrifft. Bitte leben und leben lassen

  • 1. Privatbank keine Staatsbank
    2. BNP zeigt eins der besten Risikomanagments
    3. Herr Prot ist einer der führenden Banker Europas
    4. Nonnenmacher hat eine Bank in den Ruin getrieben. Prot bringt die Bank sicher durch Zeiten der Krisen. Ebenso Krise 2008, BNP war eine der einzigen Banken die diese Jahre positiv abgeschlossen hatte und als Gewinner herausstach.
    5. Wenn Sie keine Ahnung haben ist es besser keinen Kommentar abzugeben

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