Französische Großbank Société Générale klagt gegen EU-Strafe

Wegen Zins-Manipulation soll das französische Geldinstitut Société Générale 446 Millionen Euro bezahlen – zu viel, findet die Großbank und reicht gegen die Geldbuße eine Klage beim EU-Gericht ein.
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Nach der Deutschen Bank, die 725 Millionen Euro zahlen musste, erhielt die Société Générale die zweithöchste Strafe. Quelle: dpa

Nach der Deutschen Bank, die 725 Millionen Euro zahlen musste, erhielt die Société Générale die zweithöchste Strafe.

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ParisIm Skandal um manipulierte Zinssätze hat die französische Großbank Société Générale rechtliche Schritte gegen die von der EU verhängte Strafe eingelegt. Das Institut hält die Geldbuße von 446 Millionen Euro für zu hoch, wie es am Donnerstag mitteilte. Nun soll das EU-Gericht das Berechnungsmodell für die Strafe überprüfen.

Die Franzosen sind überzeugt, dass ihnen im Vergleich zur Konkurrenz zu wenig Strafermäßigung für die Hilfe bei der Aufklärung eingeräumt wurde.

Die EU hatte Anfang Dezember sechs Banken zu einer Gesamtstrafe von 1,7 Milliarden Euro verdonnert. Es war die höchste Geldbuße in einem Kartellverfahren der EU bislang. Nach der Deutschen Bank, die 725 Millionen Euro zahlen musste, erhielt die Société Générale die zweithöchste Strafe.

Über Jahre hatten sich Banken weltweit bei der Festlegung von Referenzzinssätzen für den globalen Finanzmarkt abgesprochen und diese dadurch manipuliert - etwa um Handelsgewinne einzustreichen.

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