Für 127 Millionen: BayernLB verkauft Lufthansa-Aktienpaket

Für 127 Millionen
BayernLB verkauft Lufthansa-Aktienpaket

Im Gegenzug für die Staatshilfen hat die EU an die BayernLB einige Bedingungen gestellt. Eine davon: Die Konzentration aufs Kerngeschäft. Mit dem Verkauf des Lufthansa-Aktienpaketes kommt die Landesbank dem nun nach.
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FrankfurtDie BayernLB hat ihre Beteiligung an der Lufthansa verkauft und treibt damit die von der EU geforderte Fokussierung auf das Kerngeschäft voran. "Die BayernLB hat im Rahmen der EU-Verpflichtung ihren gesamten Anteil an der Lufthansa abgegeben", bestätigte ein Sprecher der zweitgrößten deutschen Landesbank am Dienstag. Finanzkreisen zufolge platzierte das Institut über Nacht über die Schweizer Bank UBS 8,8 Millionen Lufthansa-Aktien zu je 14,43 Euro bei Investoren in Europa und den USA und nahm damit 127 Millionen Euro ein. Das Paket entspricht 1,9 Prozent des Grundkapitals der Lufthansa. Die Münchener Bank wollte sich zu den Details nicht äußern.

Die Papiere von Deutschlands größter Fluggesellschaft verloren zwei Prozent auf 14,34 Euro und gehörten damit zu den größten Verlierern im Leitindex Dax.

Die BayernLB, die in der Finanzkrise 2008 vom Freistaat mit einer Kapitalspritze von zehn Milliarden Euro vor der Pleite gerettet wurde, hatte sich im Sommer 2012 mit der EU-Kommission auf einen Ausgleich für die Staatshilfen geeinigt. Die Bank muss Töchter verkaufen, ihre Bilanzsumme auf gut 200 Milliarden Euro senken und fünf Milliarden Euro Staatshilfen bis 2019 zurückzahlen. Künftig will sie sich auf Geschäfte mit Unternehmen, Sparkassen, Kommunen und Privatkunden vor allem in Bayern konzentrieren.

Auch andere deutsche Landesbanken müssen auf Druck der EU-Kommission schrumpfen und sich von Geschäftsbereichen und Beteiligungen trennen. Die LBBW hat zuletzt etwa ihre Anteile an der SV Versicherung sowie am Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) losgeschlagen. Die NordLB schraubte ihre Beteiligung am Mittelstands-Investor Nord Holding herunter und stieg bei der Hamburger Berenberg Bank aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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