Funding Circle übernimmt Zencap Rocket-Finanztochter fusioniert mit britischem Rivalen

Die Internet-Konkurrenz der Banken wächst rasant. Der erste länderübergreifende Zusammenschluss von zwei Kreditplattformen erhöht den Druck auf die Kreditinstitute.
Die drei Mitbegründer der britischen Online-Kreditplattform Funding Circle: Samir Desai, James Meekings und Andrew Mullinger (von l. nach r.). Quelle: PR
Funding Circle

Die drei Mitbegründer der britischen Online-Kreditplattform Funding Circle: Samir Desai, James Meekings und Andrew Mullinger (von l. nach r.).

(Foto: PR)

BerlinPaukenschlag in der Fintech-Industrie. Die größte britische Online-Plattform für Kredite, Funding Circle, wird den schnell wachsenden deutschen Online-Marktplatz für Unternehmenskredite, Zencap, übernehmen.

Funding Circle zählt neben der US-amerikanischen Plattform Lending Club zu den bedeutenden internationalen Spielern. Der bisherige Mehrheitsaktionär von Zencap, die Internet-Schmiede Rocket Internet der Samwer-Brüder, wird Minderheitsaktionär von Funding Circle. Auch wenn die Marke Zencap verschwindet, die Chefs und Gründer von Zencap, Matthias Knecht und Christian Grobe, bleiben Funding Circle erhalten.

Mit dem Zusammenschluss wird ein neues Kapitel in der Fintech-Industrie aufgeschlagen. Für die Banken entsteht ein Konkurrent, dessen Schlagkraft durch die internationale Aufstellung wächst und neue Dimensionen erreichen könnte.

„Mit dem Merger kommen wir unserer gemeinsamen Vision, den ersten globalen Kreditmarktplatz zu bauen, ein deutliches Stück näher“, sagte der Co-Chef von Zencap, Knecht, dem Handelsblatt. Und Nikolay Kolev, Partner bei Deloitte Digital, sieht schon ernstzunehmende Konkurrenz für die Banken entstehen. Die Kreditmarktplätze wachsen mit „deutlich höherer Geschwindigkeit als es die Banken selbst treiben könnten“.

Die 15 größten Fintech-Firmen
Platz 15: Dataminr
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Die Finanzdienstleistungsbranche steht vor zahlreichen Herausforderungen infolge der Digitalisierung. Unter anderem steht sie zunehmend im Wettbewerb mit neuen Unternehmen. Zu den größten Fintech-Firmen gehört Dataminr, die mit 1,6 Milliarden Dollar bewertet wird. Die Firma gehört zu den Pionieren der Branche. Ihre Computer wühlen sich jeden Tag durch 500 Millionen Tweets, um marktrelevante Nachrichten aufzuspüren, die noch nicht über die regulären Presseagenturen gelaufen sind.

Die Daten des Rankings stammen von Finovate und basieren auf Medienberichten oder aus Hochrechnungen der letzten Finanzierungsrunden.

Platz 14: Prosper
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Prosper bringt private Kreditgeber und -nehmer online zusammen. Eingeführt wurde die Plattform im Jahr 2006 in den USA und gehört mittlerweile zu den größten der Fintech-Unternehmen: mit einem Marktwert von 1,9
Milliarden Dollar landet Prosper Marketplace auf Platz 14.

Platz 10: One97
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Einen Platz 13 gibt es nicht, die folgenden vier Unternehmen haben es alle auf den zehnten Rang geschafft, so wie One97: Zuletzt investierte der chinesische Internet-Konzern Alibaba in den indischen Payment-Service. Der Firmenwert der Online-Zahlungsplattform wird auf zwei Milliarden Dollar geschätzt.

Platz 10: Oscar
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Der Krankenversicherer Oscar Health sammelt die Daten seiner Kunden durch Fitnessarmbänder und Smartwatches ein und zahlt den Leuten Prämien dafür, sich gut in Schuss zu halten. Das kommt in den USA scheinbar gut an: Das Start-up aus Manhattan gilt als großes Tech-Versprechen im Versicherungsmarkt und hat einen geschätzten Marktwert von zwei Milliarden Dollar.

Platz 10: Credit Karma
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Bei Credit Karma können Kreditkartenbesitzer ihre Bonität und Kreditwürdigkeit beobachten. Mittlerweile gibt es das US-Finanztool seit neun Jahren und es ist zwei Milliarden Dollar wert.

Platz 10: CommonBond
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CommonBond ist einer der erfolgreichsten Kreditmarktplätze der USA und wächst immer mehr: vor einigen Monaten hat der Kreditmarktplatz eine Partnerschaft mit dem Finanzdienstleister Nelnet angekündigt. Derzeit ist CommonBond zwei Milliarden Dollar wert.

Platz 9: Xero
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Der Anbieter einer cloudbasierten Buchhaltungssoftware, Xero, landet mit einem Marktwert von 2,4 Milliarden Dollar auf den neunten Platz. Das könnte sich aber ändern: Künftig will das australische Unternehmen die Präsenz in den USA und Großbritannien verstärken.

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