Fusionsgerüchte
Wer kauft die Commerzbank?

Die Liste der Interessenten für die Commerzbank wächst: Neben der italienischen Unicredit gilt auch die französische BNP Paribas als Kandidat. Laut Medienbericht hat die Bundesregierung einen klaren Favoriten.
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FrankfurtEin zeitnaher Ausstieg des Bundes bei der Commerzbank gilt einem Magazinbericht zufolge als zunehmend realistisch. Die Bundesregierung favorisiere einen Zusammenschluss des Frankfurter Geldhauses mit der französischen BNP Paribas, berichtete die „Wirtschaftswoche“ am Donnerstag. Ein starkes deutsch-französisches Institut könnte auch ein Signal für eine Vertiefung der europäischen Bankenunion sein, erfuhr das Magazin aus Finanz- und Politikkreisen.

Berater einer Investmentbank analysierten bereits unverbindlich, ob es einen Markt für die Staatsbeteiligung gebe. Die Verkaufsüberlegungen seien aber in einem frühen Stadium, erst im November könnte das Vorgehen mit dem Vorstand der Commerzbank diskutiert werden. Damit dürfte sich dann der neue Bundesfinanzminister beschäftigen, der aber auch der alte sein kann.

BNP Paribas und die Commerzbank lehnten eine Stellungnahme ab. Vom Bundesfinanzministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Auch die italienische Großbank Unicredit plant Insidern zufolge eine Übernahme der Commerzbank. Die Mutter der Hypovereinsbank habe gegenüber der Bundesregierung Interesse an dem Frankfurter Geldhaus signalisiert, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Kontakt sei bisher informell und in einem frühen Stadium, ein Deal sei erst mittelfristig möglich.

„Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der Bund seine Beteiligung nicht für ewig halten wird und für den Steuerzahler ein gutes geschäftliches Ergebnis erzielen will“, bekräftigte ein Sprecher des Finanzministeriums am Mittwoch. „Vertreter des Bundesfinanzministeriums werden zu diversen Themen und Anlässen von Finanzinvestoren kontaktiert. Wie immer äußern wir uns zu einzelnen Gesprächen nicht.“

Eine Unicredit-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab und fügte hinzu, dass sich die Bank auf ihre Sanierung konzentriere. Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier hat dem Geldhaus einen harten Sparkurs verordnet und baut Tausende Stellen ab. Die Commerzbank wollte sich dazu auch nicht äußern.

Sollte es zur Fusion von Unicredit und Commerzbank kommen, würde diese wohl über einen Aktientausch abgewickelt. Die Italiener hätten dabei deutlich die Oberhand. Das Institut aus Mailand ist an der Börse rund 40 Milliarden Euro wert, drei Mal so viel wie die Commerzbank.

Die Hürden für einen Zusammenschluss sind jedoch hoch. Beide Banken stecken mitten im Umbau und streichen Tausende von Stellen. Ein geplanter Verkauf der Commerzbank ins Ausland könnte zudem auf Widerstand in der Politik treffen. Schließlich ist sie einer der wichtigsten Finanzierer des deutschen Mittelstands. Daneben hat die jüngste Bankenrettung in Italien für böses Blut gesorgt. Nicht zuletzt aus Deutschland wurden Vorwürfe laut, die Regierung in Rom habe die neuen Regeln zur Abwicklung maroder Banken missachtet.

Auch andere Banken wurden in der Vergangenheit wiederholt als mögliche Bieter für die Commerzbank gehandelt. Im Sommer 2016 loteten die Spitzen der Deutschen Bank und der Commerzbank ein Zusammengehen aus. Der „Sommerflirt“ wurde aber schnell wieder beendet. Beide Banken waren sich einig, dass sie erst einmal aufräumen müssen, bevor sie über weitergehende Schritte nachdenken können.

Die Bundesregierung stehe einem möglichen Verkauf aufgeschlossen gegenüber, sagte einer der Insider nun mit Blick auf Unicredit. Die Italiener hätten Kontakt mit dem Finanzministerium in Berlin gehabt. Der Bund hält noch 15,6 Prozent an der Commerzbank, nachdem der staatliche Bankenrettungsfonds Soffin in der Finanzkrise Commerzbank-Anteile für 5,1 Milliarden Euro übernommen hatte. Damit ein Ausstieg finanziell für den Bund nicht zum Verlustgeschäft wird, müsste der Aktienkurs deutlich steigen.

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  • Heute endlich konnte ich meine Comdirect-Aktien mit 5 % Gewinn verkaufen und dem Finanzminister empfehle ich ebenfalls, sich von unseren Bankaktien zu trennen.

    Die nächste Weltwährungskrise steht vor der Tür und Finanztitel werden die meisten Federn lassen.

  • In den Rettungsfond brauchen wir dann bald nicht mehr einzahlen, wenn alle Institute ausländisch geworden sind. Um die verbliebene Deutsche Bank und die soliden Öffentlich Rechtlichen Institute kümmern wir uns dann allein.

    In allen Bereichen Ausverkauf und Verlagerung, Robotertechnik, Stahl, Linde, Nixdorf usw. usf. In Deutschland lässt man alles den Markt entscheiden, die Politik in Italien, Frankreich, Spanien, China reibt sich die Hände angesichts der Dummheit und Deutschland verliert seine Zukunft.

  • Der Raubzug geht weiter!

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