Gary Cohn
Mit 284 Millionen Dollar zu Donald Trump

Der Wechsel des Goldman-Sachs-Bankers Gary Cohn zum Top-Wirtschaftsberater Donald Trumps bringt ihm ein Abschiedsgeschenk von mehr als 284 Millionen Dollar. Ihm hilft dabei der hohe Aktienkurs der US-Bank.
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New YorkDer Wechsel von Gary Cohn von Goldman Sachs in die Regierungsmannschaft von Donald Trump bringt ihm auf einen Schlag mehr als 284 Millionen Dollar (264,8 Millionen Euro Euro) von seinem Ex-Arbeitgeber. Diese Summe steht ihm an aufgeschobenen Boni, Aktienpaketen und anderen Investments von der Wall-Street-Bank zu. Ohne den Wechsel hätte sich die Auszahlung über Jahre verteilt.

Um einen Interessenkonflikt als Top-Wirtschaftsberater von Trump zu vermeiden, händigt die Bank ihrem Ex-Präsidenten sofort etwa 65 Millionen Dollar an Barmitteln und Aktien aus, deren Auszahlung eigentlich an ihre künftige Entwicklung gekoppelt ist. Er erhält dies zusätzlich zu den etwa 220 Millionen Dollar an Goldman-Aktien, die er bereits hält oder die ihm noch zustanden, sowie Beteiligungen an Investmentfonds der Firma, wie aus Mitteilungen an die Aufsichtsbehörde am Dienstag hervorgeht.

Um seinen neuen Posten anzutreten, muss er erst seine Beteiligungen auflösen. Cohn verkauft seine Goldman-Aktien zu einem Zeitpunkt, an dem sie in der Nähe eines Allzeithochs notieren. Profitiert haben sie von Spekulationen, wonach die Politik von Trump der Bank zugute kommen dürfte. Zwar verpasst Cohn diese Chance, sollten die Kurse tatsächlich weiter steigen, gleichzeitig reduziert er aber durch die größere Diversifikation seines Portfolios die Risiken – beispielsweise wenn der Goldman-Kurs doch fallen sollte. Für den früheren Goldman-Chef Henry Paulson war das ein Vorteil: Er verkaufte alle seine Aktien der Bank, um im Jahr 2006 US-Finanzminister zu werden – direkt vor der Finanzkrise.

„Zufälligerweise muss er die Goldman-Sachs-Aktien abstoßen, während sie um ein Mehrjahreshoch pendeln“, sagt Frank Glassner, CEO von Veritas Executive Compensation Consultants. „Es ist nicht gerade so, dass er aus einem Flugzeug springen muss, dass sich im Sinkflug befindet.“ Allerdings könnte er dazu gezwungen sein, seine Beteiligungen an Buyout- und Hedgefonds von Goldman mit einem Abschlag abzustoßen, da er schnell aussteigen müsse, fügte er hinzu.

Cohn hätte einen Teil seiner Aktien schon vor seinem Karrierewechsel verkaufen können. Investoren hätten es allerdings möglicherweise als fehlendes Vertrauen in die Zukunft der Firma interpretiert, wenn er wirklich größere Aktienpakete veräußert hätte, erläuterte Glassner.

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  • 284 Millionen? So ist das mittlerweile....die Reichen werden immer reicher, während Arbeitnehmer auf keinen grünen Zweig mehr kommen. Auch und gerade in Deutschland. Deswegen ist es an der Zeit, die, die das soooo schön eingerichtet haben, abzuwählen und einen Neuanfang zu machen!!!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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