Gebühren am Automaten Auch Volksbanken verteuern das Geldabheben

Tausende Kunden sind alarmiert: Rund 40 Sparkassen haben Gebühren für das Geldabheben eingeführt. Jetzt ziehen die Genossenschaftsbanken nach. Auch für viele Volks- und Raiffeisenbank-Kunden wird es teuer am Automaten.
Update: 31.03.2017 - 13:28 Uhr 4 Kommentare
Nicht nur die Sparkassen, auch die Genossenschaftsbanken sind auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Quelle: dpa
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Nicht nur die Sparkassen, auch die Genossenschaftsbanken sind auf der Suche nach neuen Einnahmequellen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfNach den Sparkassen suchen auch die Genossenschaftsbanken nach neuen Einnahmequellen. Grund ist die Niedrigzinsphase, die die Ertragskraft vieler Banken umso stärker belastet, je länger sie anhält. Nun sind die Geldautomaten ins Visier der Institute geraten. Von den rund 1000 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland verlangen immer mehr Gebühren fürs Geldabheben.

Nach Untersuchungen des Internet-Finanzportals biallo.de, das bereits die deutschen Sparkassen durchleuchtet hat, verlangen unter anderem die folgenden Genossenschaftsbanken – je nach Kontomodell – ein Entgelt am Automaten, sobald das monatliche Limit an Freiabhebungen überschritten ist:

  • Volks- und Raiffeisenbank Muldental
  • VR-Bank Schopfheim-Maulburg
  • VR Bank Neuburg-Rain
  • Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel
  • Volksbank Spree-Neiße
  • Raiffeisenbank Gotha
  • Raiffeisenbank Ratzeburg
  • VR-Bank Erding

Auch die Volksbank Lahr erhebt bei bestimmten Konten bereits Gebühren für die Nutzung der Geldautomaten, berichtet die Badische Zeitung. Die Lahrer Genossenschaftsbanker ermöglichen bei ihrem „VR-Giro Privat“-Konto lediglich eine kostenlose Abhebung am Schalter und zwei kostenfreie Verfügungen am Automaten pro Monat. Danach kostet jede weitere Automaten-Verfügung 40 Cent, am Schalter sogar 95 Cent.

Das „Giro Privat“-Konto ist mit monatlichen Kontoführungsgebühren von 3,50 Euro relativ günstig. Wie die rund 40 Sparkassen und die anderen betroffenen Genossenschaftsbanken hat auch die Volksbank Lahr ein teureres Konto im Angebot, bei dem keine Gebühren fürs Abheben anfallen. Das „VR-Giro Comfort Privat“ kostet dafür aber auch monatlich stolze 7,90 Euro.

„Intransparent und kundenunfreundlich“
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4 Kommentare zu "Gebühren am Automaten: Auch Volksbanken verteuern das Geldabheben"

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  • Bargeld wird eben nicht verboten, man macht es einfach nur teuer.
    Ich kann natürlich verstehen, daß das handling der Automaten Geld kostet und wenn es die Banken früher klasse fanden, wenn man 20 Euro weise das Gehalt abhob, damit möglichst viel Saldo auf den nicht verzinsten Girokonten war, ist jetzt das Gegenteil der Fall.

    Wer kann sollte versuchen alles mit Bargeld zu erledigen, leider wird man kaum eine Firma finden, die das Gehalt bar auszahlt. Also Gehalt komplett abheben und dann alles cash auf Kralle bezahlen.

    Bei kompletter Abschaffung des Bargeldes kann man nur noch auswandern.

  • Herr Metz@ Es ist ein Glück für uns Investoren, dass es Leute wie Sie gibt.

  • Auf "Der Bank" hat man nur Schulden, wie sollte man denn auch sonst ordentlich leben können. Dieser Artikel ist doch etwas merkwürdig.

  • Es gibt auch noch vernünfige Deutsche, denn diese Aussage des Präsidenten des Sparkassenverbandes kann ich voll und ganz unterstreichen:
    "Der Präsident des Sparkassenverbands, Georg Fahrenschon, hatte die EZB im Handelsblatt-Interview zuletzt scharf kritisiert: „Die aktuelle Geldpolitik der EZB führt zu einer Umverteilung von unten nach oben. Heute können nur Anleger mit einer hohen Risikotragfähigkeit positive Nettorenditen erwirtschaften – oder solche mit wenig Verantwortung. Das bedeutet: Kapitalmarktjongleure profitieren, normale Sparer verlieren.“
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/aerger-am-automaten-sparkassen-verlangen-gebuehren-fuers-geldabheben/19591454.html?nlayer=Meistgelesen_4441434
    Damit ist er jedoch ein Deutscher "alter Schule".
    Sparen ist nicht mehr gefragt - stattdessen ist Kredit gefragt. Je mehr Kredit (= Schulden), umso besser - denn auf Kreditexpansion beruht das ganze System.
    Gleichzeitig glauben die meisten Menschen weiterhin an die "Schuld" des Kapitalismus an den Finanzkrisen. Dass eine PLANWIRTSCHAFTLICHE, ZENTRALISTISCHE Zentralbank sich u.a. anmaßt, den Preis des Geldes, den Zins, zu manipulieren, und damit z.B. eben auch wie hier (seriöse) Geschäftsbanken in die Bredouille bringt, können bzw. wollen sie nicht erkennen.
    Dennoch denkt aber auch der Präsident des Sparkassenverbandes in "falschen Systemen, wenn er "Anderungen " bei der Geldpolitik der Zentralbanken fordert.
    Denken im "richtigen System" würde nämlich heißen: vollständige Abschaffung der zentralistischen, planwirtschaftlichen Zentralbanken. Einzig und alleine der freie Markt kann nämlich auch den Preis des Geldes, den Zins, adäquat festlegen - so wie er es über Jahrtausende vor Entstehung der Zentralbanken auch getan hat...

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