Geheimhaltung angezweifelt

Banken zittern wegen des EZB-Stresstests

Die Deutsche Bank schaut gelassen auf die Bilanzprüfung durch die Europäische Zentralbank und glaubt auch den Stresstest zu verdauen. Doch die Branche fürchtet sich vor Indiskretionen während der Herz-und-Nieren-Prüfung.
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SOS-Zeichen an der Euro-Skulptur in Frankfurt: „Es wird erwartet, dass es ein paar Opfer geben muss.“ Quelle: dpa

SOS-Zeichen an der Euro-Skulptur in Frankfurt: „Es wird erwartet, dass es ein paar Opfer geben muss.“

(Foto: dpa)

FrankfurtInformationslecks beim Fitness-Check der 128 größten Finanzinstitute der Euro-Zone durch die EZB drohen nach Ansicht der deutschen Privatbanken die Finanzmärkte zu erschüttern. Es müsse geklärt werden, wie solche Lecks trotz der langen Zeit verhindert werden könnten, die zwischen den Teilen der dreistufigen Prüfung vergehen, forderte Michael Kemmer, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), am Mittwoch in Frankfurt.

„Ansonsten starten wir einen Flug, von dem wir nicht wissen, wo und wie wir landen.“ Spekulationen während der Tests über den Gesundheitszustand einzelner Banken seien zwar kaum vermeidbar, räumte Kemmer ein. Zu Indiskretionen dürfe es aber auf gar keinen Fall kommen. „Das Thema hat eine Menge Sprengstoff“, sagte Kemmer. Denn im schlimmsten Fall drohe der Verlust des Vertrauens der Investoren in den Bankensektor – mit unabsehbaren Folgen für die Branche und die europäischen Volkswirtschaften. Dann könnten die Banken einen möglichen Kapitalbedarf nicht mehr über Investoren an den Finanzmärkten decken und würden an der Börse abgestraft.

Die EZB und die Aufsichtsbehörden in den bald 18 Euro-Ländern unterziehen die größten Banken der Währungsunion in den nächsten zwölf Monaten einer beispiellosen Überprüfung, bevor die Notenbank ab November 2014 offiziell deren Oberaufseher wird. Kernstücke des Checks sind ein Bilanz-TÜV mit einer detaillierten Prüfung von riskanten Portfolios bei den Banken.

Im Anschluss folgt ein Stresstest, bei dem untersucht wird, wie die Institute mit Krisen – etwa einem Einbruch der Immobilienmärkte – zurecht kommen würden. Der Bilanz-Check soll gegen Ende des zweiten Quartals, der Stresstest drei Monate später abgeschlossen sein. Erst am Ende der Prüfung, also im Oktober, will die EZB ein Gesamtergebnis veröffentlichen.

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5 Kommentare zu "Geheimhaltung angezweifelt: Banken zittern wegen des EZB-Stresstests"

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  • Der Kemmer/Die Banken haben nicht Angst vor Informationslecks. Man hat Angst vor dem Bekanntwerden von immensen Bilanzrisiken! Diese werden jetzt noch vorsätzlich vertuscht.
    Man kann der BaFIN nur zustimmen...

    Zunächst wieder den Steuerzahler und nicht die Eigentümer zu rufen, um die Banken zu rekapitalisieren ist und bleibt was es ist: Ein SKANDAL !
    Eine Kapitalerhöhung ala Commerzbank fällt wohl auch aus. Wer ausser dem deutschen Staat als Mehrheitsaktionär ist so blöd, dem schlechten Geld noch mehr Gutes hinterher zu werfen?

    Was die Personalie Kemmer angeht; man braucht einen der die Drecksarbeit macht! Nur so ist zu erklären, das trotz Klagezulassung im Fall Bayern LB dieser feine Herr noch im Amt ist.

  • Ich bin hier ganz bei Frau König (BaFin). Seit Jahren führen uns - insbesondere die nach ungesunder Profitgier agierenden Banken - ein und das selbe Spiel. So zu tun, als ob man selbst keine Fehler gemacht hätte, kein Vorstand muss mit seinem Privatvermögen gerade stehen, immer noch werden 14 Gehälter ausbezahlt, und das bei einer Produktivität von etwas mehr als 9 Monaten, die Gehälter an sich schon relativ hoch sind, mit wachen Augen schlafende Aufsichtsräte, die dafür ebenfalls fürstlich entlohnt werden, irren Risiken, die man deshalb eingeht, doch der Steuerzahler soll weder objektiv informiert werden, dafür aber gerade stehen. Nein, so geht das nicht! Alle Banken, die nicht von innen heraus vernünftig wirtschaften, sollen Pleite gehen, und deren Eigentümer dafür haften. Wenn diese nicht haften, warum sollen sie Druck auf ihre Vorstände und Aufsichtsräte ausüben. Es geht nur über deren Geldbeutel und über eine hohe Transparenz. Und nur so kann auch der Investor an Informationen gelangen, die ihn ermuntern Geld bei "seiner" Bank "seiner Wahl" anzulegen, oder es eben bleiben zu lassen. Es gibt ja genügend Alternativen.

  • EZB treibt Spionage bei den deutschen Banken und gibt ihre Informationen an Goldman Sachs weiter!
    Draghi der Maulwurf...

  • Was soll da noch groß überprüft werden?
    Bekannt ist, daß die europ. Banken inzwischen auf einem
    Berg fauler Kredite von einer Billion sitzen. 18,2
    Billionen fauler Papiere, bestehend aus Hypotheken
    und faulen Staatsanleihen, wurden in 'Bad Banks' ver-
    schoben und die genauen Summen der CDS der Schatten-
    banken sind nicht erfaßbar. Ebenso sind die Summen der
    inzwischen von der EZB aufgekauften faulen Staatsan-
    leihen unbekannt, da aufgrund des Status der EZB des
    Staats im Staat, diese nicht einmal in der Jahresbilanz
    der EZB veröffentlicht werden müssen.
    So sind hier die besten Voraussetzungen für einen
    Massenkonkurs gegeben, bei der alle alles überwacht
    haben und sich die Kontrolleure am Ende selber kon-
    trollieren mit der Erkenntnis, daß man im Grunde
    überhaupt nichts weiß, wie bei der Überprüfung der
    zypriotischen Banken durch die europ. Bankenauf-
    sicht bereits praktiziert.
    So wird sich die EZB, als Staat im Staat, mit der
    Erfindung seiner Kontrollen am Ende selbst auflösen
    und mit ihrem Eigenleben, losgelöst vom ursprünglichen
    Zweck der Geldwertstabilisierung, sich selbst eli-
    minieren nachdem der ESM endgültig ausgeschöpft ist
    und die BRD ihren Konkurs angemeldet hat.

  • Zitat : Banken zittern wegen des EZB-Stresstests

    - das ich nicht lache.......! Wenn irgendeine Bank ein Problem hat, diese EZB Aufseher hinters Licht zu führen, so gibt es eine Menge Know-how bei griechischen und zypriotischen Banken...!

    Gegen ein kleines Endgeld zeigen diese Spezies, wie man sowas macht !

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