Geldhäuser scheuen Transparenz
Die verschleierten Bankergehälter

Nach den Gehaltsexzessen in der Finanzbranche müssen deutsche Banken die Vergütungspraxis für ihre Mitarbeiter offenlegen. Doch eine Studie zeigt nun: Die Geldhäuser kommen dieser Pflicht nicht ausreichend nach.
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DüsseldorfDeutschlands Banken informieren nicht umfassend und transparent über die Bezahlung ihrer Mitarbeiter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Hostettler, Kramarsch & Partner. „Sinn und Ziel der gesetzlich geforderten Veröffentlichung der Bankgehälter ist, dass sich der unbedarfte Beobachter einfach einen Überblick über die Vergütungspraxis einer Bank verschaffen kann. Das Ziel wird in der Summe nicht erreicht“, sagt Werner Klein, Partner und Leiter Banking Practice bei der Beratung, zu Handelsblatt Online.

Klein und seine Kollegen untersuchten die Vergütungsberichte der 50 nach Bilanzsumme wichtigsten Banken Deutschlands für das Jahr 2012. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Informationen zu den Gehältern seien oft sehr schwer zu finden. Selbst die führenden Geldhäuser weisen die Daten zur Entlohnung der Mitarbeiter und den geleisteten Bonuszahlungen sehr unterschiedlich aus. Dies führe zu einer lückenhaften Qualität und einer geringen Vergleichbarkeit der Angaben.

Unter dem Eindruck der Finanzkrise hatte 2010 die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Regeln für eine transparente Vergütung im Finanzsektor aufstellt. Die Banken müssen nun ihre Vergütungssysteme und die geflossenen Zahlungen regelmäßig offenlegen. Die Bankbranche war wegen zum Teil weit überzogener Einkommen und Boni, vor allem im Investment-Banking, massiv in die Kritik geraten.

Die Institute setzen die Transparenz-Regeln, die Aktionären und der Öffentlichkeit eine eingehende Kontrolle ermöglichen sollen, laut aber nur unzureichend um. „Von Institut zu Institut sind die Angaben unterschiedlich benannt und an verschiedenen Stellen der Internetseiten platziert“, berichtet Klein. Den einzelnen Instituten könne man zwar keinen Vorwurf zu machen. „Doch in der Summe ist das sehr unübersichtlich.“

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Spärliche Angaben zur Nachhaltigkeit

Kommentare zu " Geldhäuser scheuen Transparenz: Die verschleierten Bankergehälter"

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  • Wenngleich es richtig ist, dass Spitzengehälter sowie Boni nur an wenige Privilegierte in der Branche fließen und dies -zumindest in der Vergangenheit mit Schwerpunkt im Invetmentbanking - so darf man dennoch nicht ausblenden, dass die führenden nationalen und internationalen Institute die Weltwirtschaft mit ihrer ungezügelten Gier in eine lang anhaltende Krise gestürzt haben, die noch lange nicht überwunden ist.
    Dass seit längerem auch mal genauer geschaut wird, was da eigentlich so hinter den Kulissen abläuft, ist nur richtig und konsequent. Immerhin büßt im Schadensfall der gemeine Steuerzahler, wenn (noch) etwas schief gehen sollte... Und der hat ein Recht auf Transparenz. Daher ist es ein Skandal, dass es ein Gesetz gibt, sich kaum eine Bank darna hält, dies aber offenkundig ohne jegliche Konsequenz bleibt.
    Jeder Temposünder im Straßenverkehr wird da härter herangenommen!

  • wir sollten hier langsam mal wieder zu einer sachlichen Diskussion zurückfinden. Hier wird ständig völlig undifferenziert über eine gesamte Branche hergezogen um dem Rechhaberei und Nörgelbedürfnis der verblödeten Masse gerecht zu werden. Der 0815 Bankangestellte kriegt einen "Bonus" der bestenfalls einem 13. Gehalt bei VW oder Porsche entspricht. Spitzengehälter ziehen die wenigsten ein. Und wenn man diese Diskussion fair führen will muss man auch mal über die Spitzengehälter in der Industrie sprechen oder über horrende Maklerhonorare in der Wohnungsbrache. Vielleicht kann man auch mal die Nase rümpfen über Fussballbubis, die mit Anfang 20 Millionen mit Volksbelustigung verdienen (aber das finden alle Klasse). Unterm Strich alles fadenscheinig, scheinheilig und dumm...strohdumm

  • schon immer werden in der bankbranche mit gefingerten spekulationsgeschäften den spitzenmanagern gewinne zugeschoben.ebenso werden die schief liegende deals der herren über die bank sozialisiert

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