Geldwäsche-Skandal
Stühlerücken bei Australiens größter Bank

Es sind schwere Zeiten für die Commonwealth Bank of Australia: Das Kreditinstitut sieht sich mit Geldwäschevorwürfen in tausenden Fällen konfrontiert. Jetzt müssen drei Verwaltungsräte ihre Büros räumen.
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SydneyAustraliens größte Bank zieht weitere personelle Konsequenzen aus ihrem Geldwäsche-Skandal und setzt drei Verwaltungsräte vor die Tür. Zwei von diesen, die zugleich Mitglieder des internen Prüfungsausschusses sind, sollen das Institut Mitte November verlassen, kündigte die Commonwealth Bank of Australia (CBA) am Montag an. Ein weiteres Verwaltungsratsmitglied soll innerhalb eines Jahres gehen. Mitte August hatte die CBA bereits angekündigt, Konzernchef Ian Narev werde bis Mitte 2018 zurücktreten.

Die Bank befindet sich derzeit mitten in einem Gerichtsprozess wegen Vorwürfen, Tausende Verstöße gegen Anti-Geldwäsche-Regeln nicht gemeldet zu haben. Die CBA hat nie bestritten, dass es zu gesetzeswidrigen Transaktionen kam. Allerdings sieht sich das Institut nicht in der Verantwortung.

Die heimische Agentur zur Bekämpfung von Finanzkriminalität (Austrac) schätzt, dass es zwischen 2012 und 2015 zu unrechtmäßigen Überweisungen über fast 625 Millionen Australische Dollar gekommen ist. Einige sollen in Verbindung mit kriminellen Banden stehen.

An der Börse in Sydney fiel die CBA-Aktie 1,4 Prozent auf ein Zehn-Monats-Tief.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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