Gemeinsames Angebot: HSH und Haspa bieten für Berliner Bank

Gemeinsames Angebot
HSH und Haspa bieten für Berliner Bank

Seit Jahren schon ranken sich Kooperationsspekulationen um die beiden Banken, jetzt steht das erste größere Projekt der Institute: Die Hamburger Sparkasse (Haspa) und die HSH Nordbank bieten gemeinsam für die zum Verkauf stehende Berliner Bank.

HB HAMBURG. „Das gemeinsame Angebot können wir bestätigen“, sagte eine Haspa-Sprecherin am Donnerstag in Hamburg. Details der Offerte nannte sie nicht. Die HSH Nordbank lehnte mit Hinweis auf eine Vertraulichkeitserklärung einen Kommentar ab.

Die aus den Landesbanken von Schleswig-Holstein und Hamburg fusionierte HSH Nordbank hatte bereits im November Interesse an der Berliner Bank geäußert und dabei auch schon durchblicken lassen, dass sie eine Beteiligung zusammen mit einem Partner in Betracht ziehe. Bei einem Zuschlag würde die HSH Nordbank Zugang zum Privatkundengeschäft der Berliner Bank erhalten. Dabei könnte die Landesbank von den Erfahrungen der Haspa im Massengeschäft profitieren. Deutschlands größte Sparkasse hat eine Bilanzsumme von rund 31 Milliarden Euro, die der HSH Nordbank lag Ende September 2005 bei rund 191 Milliarden Euro.

Viele Landesbanken drängen auf eine engere Verbindung oder Fusionen mit Sparkassen. Denn nach dem Wegfall der staatlichen Haftungsgarantien Mitte 2005 sehen sie sich einem schärferen Wettbewerb ausgesetzt. Fusionen mit den im Privatkundengeschäft starken Sparkassen könnten ihnen bei den Rating-Agenturen bessere Bonitätsnoten verschaffen und damit eine günstigere Refinanzierung ermöglichen.

Zuletzt hatte die Gruppe öffentlich-rechtlicher Banken in einer „Berliner Erklärung“ deutlich gemacht, das es keine weiteren Zusammenschlüsse zwischen Landesbanken und Sparkassen, sondern eine klare Trennung zwischen Privatkundengeschäft einerseits sowie Großkunden- und Kapitalmarktgeschäft andererseits geben soll.

Die mehrheitlich der Bundeshauptstadt gehörende Bankgesellschaft Berlin hatte unlängst den Verkaufsprozess für ihre Tochter Berliner Bank gestartet. Das Land Berlin muss die Bankgesellschaft nach Milliarden-Beihilfen auf Grund von EU-Auflagen bis Ende 2007 verkaufen, die Tochter Berliner Bank getrennt davon sogar bis Ende 2006. Zu den Interessenten werden neben der Commerzbank, der HypoVereinsbank und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) unter anderem auch die französische BNP Parisbas und der US-Finanzinvestor Christopher Flowers mit seiner niederländischen Handelsbank NIB Capital gezählt.

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