Gemeinschaftsfirma
Morgan Stanley zahlt Citigroup aus

Lange sind sich Morgan Stanley und Citigroup nicht über den Wert ihrer Vermögensverwaltung einig geworden. Das hat nun ein Ende: Die Citigroup wird ausgezahlt – und ist froh, ihre Vergangenheit abhaken zu können.
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New YorkDer Weg für die Komplettübernahme der US-Vermögensverwaltung Morgan Stanley Smith Barney durch die Investmentbank Morgan Stanley ist frei. Nach einem langen Gerangel über den Gesamtwert der Gemeinschaftsfirma einigten sich Morgan Stanley und der Miteigentümer Citigroup am Dienstag auf die Zahl von 13,5 Milliarden Dollar (10,5 Mrd Euro).

Morgan Stanley Smith Barney ist ein Kind der Finanzkrise. Anfang 2009 hatten die beiden Wall-Street-Größen unter dem Druck der schlingernden Finanzmärkte ihr Broker-Geschäft zusammengelegt, das unter anderem Börsengeschäfte für reiche Privatkunden ausführt und bei der Geldanlage berät. Morgen Stanley erhielt 51 Prozent der Anteile und übernahm damit die Führung der Gemeinschaftsfirma.

Morgan Stanley will die Citigroup nun in mehreren Schritten herauskaufen. Spätestens zum 1. Juni 2015 soll die Tochterfirma dann der Investmentbank alleine gehören. Für Morgan Stanley ist die Vermögensverwaltung ein immer wichtiger werdendes Standbein, seitdem die Finanzmärkte von einer Krise in die nächste schlittern und die gesetzlichen Auflagen im Investmentbanking immer höher werden.

Morgan-Stanley-Chef James Gorman nannte die Vereinbarung einen „wichtigen Meilenstein“, da nun Klarheit herrsche. Auch Citigroup-Chef Vikram Pandit äußerte sich positiv, gleichwohl er Abstriche beim Kaufpreis machen musste: „Je mehr wir unsere Vergangenheit hinter uns lassen, desto mehr können wir uns auf unsere Zukunft konzentrieren.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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