Geniki Bank
SocGen vor Verkauf der griechischen Tochter

Die französische Großbank Société Générale (SocGen) hat offenbar einen Käufer für die griechische Tochter Geniki Bank gefunden. Griechenlands viertgrößtes Kreditinstitut führe Verhandlungen über eine Übernahme.
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ParisNach der französischen Großbank Crédit Agricole betreibt auch der größere Konkurrent Société Générale seinen Rückzug aus dem Griechenland-Geschäft. Es gebe Gespräche über einen möglichen Verkauf der Société-Générale-Tochter Geniki an die griechische Piraeus Bank, teilte Frankreichs zweitgrößtes Geldinstitut am Mittwoch in Paris mit. Die Gespräche befänden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Dabei gehe es um die komplette Beteiligung von 99,1 Prozent, die die Franzosen an Geniki halten. Es sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden, teilte die Piraeus Bank mit.


Mit dem Schritt folgt die Société Générale einem ähnlichen Versuch ihres Konkurrenten Crédit Agricole. Die drittgrößte Bank Frankreichs versucht, sich in einem Kraftakt von ihrer griechischen Problemtochter Emporiki zu trennen. Gerade erst musste sie Emporiki im Zuge der griechischen Staatsschuldenkrise mit neuen Milliarden Euro an frischem Kapital unter die Arme greifen. Ein Käufer ist noch immer nicht gefunden. Die Gespräche laufen auf Hochtouren, dürften aber laut Finanzvorstand Bernard Delpit noch einige Wochen dauern.

Crédit Agricole hatten Anfang August mitgeteilt, dass zahlreiche griechische Banken an einer Übernahme interessiert seien. Die National Bank of Greece und die Eurobank hatten ihr Interesse öffentlich kundgetan. Zudem soll auch die Alpha Bank mit einer Übernahme liebäugeln. Alle drei stehen wegen der Krise in Griechenland allerdings selbst mit dem Rücken zur Wand und können daher nur eine von Risiken befreite sowie mit frischem Kapital ausgestattete Bank übernehmen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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