Genossen spüren die Konkurrenz von Diba & Co: DZ Bank denkt über eigene Direktbank nach

Genossen spüren die Konkurrenz von Diba & Co
DZ Bank denkt über eigene Direktbank nach

Nach den Sparkassen arbeiten nun auch die Mitglieder des genossenschaftlichen Finanzverbundes an Maßnahmen, um der zunehmenden Konkurrenz durch die Direktbanken entgegenzutreten. „Wir denken über die Gründung einer eigenen Direktbank nach“, sagte Ulrich Brixner, Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, dem Spitzeninstitut von etwa 1 200 Volks- und Raiffeisenbanken.

HB FRANKFURT/M. „Die Direktbanken sind eine Bedrohung für uns“, meinte er. Noch sei zwar keine Entscheidung gefallen, aber die Diskussion laufe innerhalb der Organisation.

Derzeit agieren die meist zu ausländischen Instituten gehörenden Direktinstitute sehr preisaggressiv am Markt und werben Kunden vor allem von den Sparkassen und Genossenschaftsinstituten ab. Erst vor kurzem hatte der hessisch-thüringische Sparkassenpräsident Gregor Böhmer auf die Gefahren durch die Direktbanken und Finanzvertriebe aufmerksam gemacht und eine Gegenoffensive angekündigt.

Zu der möglichen Fusion mit dem Düsseldorfer Konkurrenten, der WGZ Bank, die für rund 250 Volks- und Raiffeisenbanken verantwortlich ist, sagte Brixner: „Es gibt derzeit keine Gespräche mit der WGZ Bank“. Die Fusionsgespräche waren im Dezember auf Eis gelegt worden, weil die Parteien sich eine Denkpause erlauben wollten. Einen Termin für eine Wiederaufnahme wollte Brixner nicht nennen. Aus dem WGZ Bank–Lager heißt es: „Der Gesprächsfaden ist gerissen“.

Die DZ Bank hat ihren Konzerngewinn 2004 um mehr als ein Fünftel gesteigert und will das Ergebnis in diesem Jahr mindestens auf dem erreichten Niveau halten. Allerdings erhöhte die DZ Bank auch die Risikovorsorge für faule Kredite. Der Konzernüberschuss der DZ Bank ist im vergangenen Jahr um 22,5 Prozent auf 468 Mill. Euro geklettert.

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