Genossenschaftsbank
Münchener Hyp stockt Eigenkapitaldecke auf

Die Mitglieder der Münchener Hypothekenbank haben für 400 Millionen Euro Anteile gezeichnet. Damit verschaffen sie der Genossenschaftsbank eine dickere Kapitaldecke. Das Institut ist für den EZB-Stresstest gerüstet.
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FrankfurtDrei Monate vor dem Abschluss des Gesundheitschecks für europäische Geldhäuser steht die erste deutsche Bank fest, die bei der Prüfung formell durchfallen wird. Die Münchner Hypothekenbank kam Ende vergangenen Jahres auf eine harte Kernkapitalquote von 6,3 Prozent und lag damit unter der beim Bilanzcheck geforderten Hürde von acht Prozent. Um die Lücke zu schließen, hat der genossenschaftliche Immobilienfinanzierer bei seinen Eigentümern in den vergangenen Monaten allerdings 400 Millionen Euro eingesammelt.

Nach Ansicht von Münchener Hyp-Chef Louis Hagen wird die Traditionsbank die Anforderungen der Aufsichtsbehörden damit erfüllen. „Wir sehen den Ergebnissen von Bilanzprüfung und Stresstest zuversichtlich entgegen“, erklärte er am Dienstag. Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigte sich erfreut, dass sich zahlreiche Banken wegen des Gesundheitschecks dickere Sicherheitspuffer zulegen.

Die Aufsichtsbehörden wollen mit dem europaweiten Test verhindern, dass unentdeckte Risiken zum Vorschein kommen, wenn die EZB im November die Kontrolle der größten Institute der Euro-Zone übernimmt. Die Prüfung besteht aus einem bereits abgeschlossenen Bilanzcheck (AQR), der auf den Jahresergebnissen 2013 basiert und nach dem Banken mindestens eine harte Kernkapitalquote von acht Prozent vorweisen müssen. Seitdem wird in einem Stresstest geprüft, ob die Institute für weitere Krisen gerüstet sind.

Als die Münchener Hyp im Oktober 2013 erfuhr, dass sie an dem Test teilnehmen muss, war ihr sofort klar, dass sie handeln muss. Das Institut kam Ende 2013 zwar auf eine Gesamtkapitalquote von über 16 Prozent. Die für den Gesundheitscheck relevante harte Kernkapitalquote lag jedoch zehn Prozentpunkte niedriger, weil stille Beteiligungen ihrer Eigentümer dabei nicht berücksichtigt werden. Auch in Italien gibt es einige Banken, die mit einer harten Kernkapitalquote von weniger als acht Prozent in den Bilanzcheck gegangen sind - auch sie werden somit formell durchfallen.

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„EZB muss hervorheben, was die Banken geleistet haben“

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