Genossenschaftsbanken DZ und WGZ fusionieren Geschäft mit Privatkunden

Auf den ersten Blick ist es eine wirklich komplizierte Beziehung zwischen der DZ und der WGZ Bank. Die Ehe wollen sie nicht, aber ohne einander geht es ebenso wenig. Nun haben die genossenschaftlichen Spitzeninstitute durchaus überraschend bekannt gegeben, ihre Geschäfte mit reichen Privatkunden zusammenlegen.
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Die Mütter der Genossenschaftsbanken arbeiten bei reichen Privatkunden bald zusammen. Quelle: ap

Die Mütter der Genossenschaftsbanken arbeiten bei reichen Privatkunden bald zusammen.

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HB FRANKFURT. Die gemeinsame Luxemburger Tochter soll mit rund 1000 Mitarbeitern mehr als zwölf Mrd. Euro an Kundenvermögen verwalten, wie beide Häuser am Dienstag mitteilten. Mit der Absichtserklärung für eine Fusion der Sparten, die auch Fondsdienstleistungen beider Häuser umfasst, gehen die Vorstände deutlich über die ursprünglichen Pläne einer engen Kooperation in dem lukrativen Geschäftsfeld hinaus. Die Spitzeninstitute der Volks- und Raiffeisenbanken hoffen, gemeinsam mehr reiche Kunden bei den Kreditgenossen zu halten oder hinzuzugewinnen.

Mitte nächsten Jahres soll der Zusammenschluss zur DZ Privatbank S.A. abgeschlossen sein. Chef wird der bisherige Leiter der DZ-Bank-Private-Banking-Aktivitäten, Stefan Schwab.

Das deutlich größere Frankfurter Institut bringt Finanzkreisen zufolge mehr verwaltetes Vermögen in die Ehe ein als die WGZ Bank. Erst vergangene Woche übernahm die Bank 10 000 reiche Privatkunden der Unicredit in Luxemburg. Weitere Zukäufe solcher Portfolios sind wahrscheinlich.

Erklärtes Ziel ist es nach früheren Angaben, das betreute Anlagevermögen in sieben Jahren auf 30 Mrd. Euro zu steigern. Damit wären die Genossen allerdings weiter nur ein kleiner Spieler am Markt für vermögende Privatkunden, der hierzulande von Privatbanken wie den Schweizer Instituten Credit Suisse und UBS sowie der Deutschen Bank dominiert wird.

DZ und WGZ Bank konzentrieren sich nach mehreren gescheiterten Fusionsanläufen auf Kooperationen und Zusammenschlüsse von Einzelbereichen. So legten sie kürzlich ihre Fusionsberatungen mittelständischer Firmen zusammen. Als Schritte in Richtung Fusion der Banken sollten diese Beschlüsse Finanzkreisen zufolge nicht gewertet werden. Der letzte Anlauf war vor einem Jahr am Widerstand der WGZ-Eigner geplatzt.

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