Genossenschaftsbanken
Gewerkschaften fordern 6,2 Prozent mehr Lohn

Während die Arbeitnehmervertreter 6,2 Prozent mehr Lohn forderten, dämpften die Volks- und Raiffeisenbanken die Erwartungen. Ein Angebot machten die Genossenschaftsbanken nicht. Die Gespräche wurden vertagt.
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Frankfurt/Neu-IsenburgDie Tarifverhandlungen für die etwa 166 000 Mitarbeiter der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland sind am Freitag ohne Ergebnis geblieben. Arbeitgeber und Gewerkschaften liegen bei den Tarifverhandlungen für die Genossenschaftsbanken in Deutschland noch zu weit auseinander. In der ersten Runde in Neu-Isenburg bekräftigten die Gewerkschaften DBV und DHV ihre Forderung von bis zu 6,2 Prozent mehr Lohn. „Die Genossenschaftsbanken haben in den vergangenen beiden Jahren gute Ergebnisse erzielt und in besonderem Maße von der guten Wirtschaftsentwicklung profitiert“, erklärte die Berufsgewerkschaft DHV.

Der Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) lehnt die Lohnforderungen ab und legte zunächst kein Angebot vor. „Auch ordentliche Ergebnisse im Kundengeschäft verhindern nicht, dass die historisch niedrigen Zinsen den Zinsüberschuss und damit die Hauptertragsquelle der Banken massiv unter Druck setzen“, versuchte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Axel Lekies, die Erwartungen zu dämpfen. Der AVR beruft sich auf die hohen Konjunkturrisiken für den Euroraum, die andauernde Niedrigzinsphase und den harten Konkurrenzkampf mit Auslands-, Direkt- und Spezialbanken um Marktanteile, der die Margen schmälere. „Aktuell müssen wir, angesichts des hohen Druckes auf die Ergebnisse, Maß halten, um unsere Beschäftigungsfähigkeit nicht zu gefährden“, sagte Lekies.

Die Verhandlungen wurden vertagt. Die zweite Runde soll am 9. Oktober wieder in Neu-Isenburg stattfinden. Der Tarifvertrag betrifft rund 166.000 Beschäftigte in den 1100 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland sowie in den Spitzeninstituten des Genossenschaftssektors, DZ Bank und WGZ Bank.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Warum das denn?

  • Derartige Gehaltsforderungen sind eine unbeschreibliche Unverschämtheit.

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