Genossenschaftsbanken
Warum die DZ Bank nicht abhebt

Am Montag schließen sich DZ und WGZ Bank zusammen. Das genossenschaftliche Geldhaus wird die drittgrößte deutsche Bank. Im Interview erklären die beiden Vorstandschefs, wie die nächste Finanzkrise entstehen könnte.

Frankfurt Dass Genossenschaftsbanken zu den bodenständigen Geldhäusern gehören, haben sie in der Finanzkrise bewiesen. Ohne Staatshilfe kamen die gut 1000 Volks- und Raiffeisenbanken sowie ihre Zentralinstitute, die DZ Bank und die WGZ Bank, durch die Finanzkrise.

Am Montag schließen sich die beiden Banken zusammen. Mit einer Bilanzsumme von 500 Milliarden Euro ist der Konzern die drittgrößte deutsche Geschäftsbank, nach Deutscher Bank und Commerzbank. Doch auf diese Summe schauen die Vorstandschefs der beiden Häuser, Wolfgang Kirsch und Hans-Bernd Wolberg nicht. „Keiner lobt uns für unsere Größe, aber alle loben uns für unsere Leistungsfähigkeit“, sagte Wolberg der „Börsen-Zeitung“.

Ausschlaggebend sei das „zukunftsfähige Geschäftsmodell“, sagte Kirsch in dem Doppelinterview. Groß mache nicht die Bilanzsumme, „sondern die Tatsache, dass wir auf den starken Schultern der gesamten genossenschaftlichen Finanzgruppe stehen“.

Eine ordentliche Portion Eigenlob darf es aber offenbar sein, wenn sich die beiden Banken verschmelzen – im fünften Anlauf. Vier Versuche waren zuvor gescheitert, zuletzt im Jahr 2009 am Widerstand der WGZ-Eigner, den Volks- und Raiffeisenbanken.

Immerhin, Wolberg, der in den Vorstand der fusionierten DZ Bank einzieht, ist sich sicher: „Wir schnappen nicht über.“ Vielmehr wolle man „saubere Arbeit“ abliefern und den Anteilseignern keine Sorgen machen. Das Spitzeninstitut ist in erster Linie Dienstleister für seine Eigner, die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken – die teils sehr klein sind.

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