Georg Fahrenschon
Sparkassen-Präsident verteidigt Kompromiss zu Einlagensicherung

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes hat den Kompromiss zur Einlagensicherung der Sparkassen bekräftigt. Die öffentlich-rechtlichen Institute hatten ihren Streit diese Woche beigelegt.
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Frankfurt, BerlinSparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat den Kompromiss zur Neuregelung der Einlagensicherung von Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen verteidigt. „Das überarbeitete Sicherungssystem verlangt allen angeschlossenen Instituten wirtschaftlich sehr viel ab. Deshalb ist es verständlich, dass mit sehr harten Bandagen gekämpft wurde“, sagte Fahrenschon der „Sparkassen-Zeitung“ (Freitag).

Die öffentlich-rechtlichen Institute hatten am Dienstag ihren Streit über den Umbau ihres Einlagensicherungssystems beigelegt. Neue EU-Vorgaben zwingen Sparkassen und Landesbanken, bis 2024 noch etwa 2,7 Milliarden Euro in ihren Haftungstopf nachzuschießen. Die Mitglieder des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) einigten sich nun darauf, dass die aufgestockten Mittel zu 49,4 Prozent von den Sparkassen und zu 44,1 Prozent von den Landesbanken erbracht werden. Die Landesbausparkassen tragen 6,5 Prozent.

„Einige scheinen zu glauben, dass sie nur ihre Maximalposition – am besten über die Medien – bei mir abgeben müssen, und ich müsse diese dann gegen die jeweils anderen durchsetzen“, kritisierte Fahrenschon. An Kompromissen führe aber kein Weg vorbei. Widerstände hatte es vor allem aus Nordrhein-Westfalen gegeben.

Die neuen EU-Richtlinien schreiben Banken vor, in ihren Sicherungstöpfen 0,8 Prozent der gedeckten Einlagen - das sind Spargelder bis 100.000 Euro – vorzuhalten, um Kunden im Fall einer Pleite eines Instituts rasch entschädigen zu können. 70 Prozent der Gelder müssen in bar hinterlegt werden, der Rest in Form bindender Zahlungszusagen. „Wir werden die gewohnt hohe Sicherheit für die Kunden von Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen auch künftig gewährleisten können“, versicherte Fahrenschon.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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