Geplante Übernahme
UBS erhöht Rhön-Anteile auf fast zehn Prozent

Die Schweizer Großbank hat ihre Anteile am Rhön-Klinikum innerhalb von einer Woche fast verdoppelt. Spekulanten erhoffen sich offenbar, so von der geplanten Übernahme des Klinikums durch Fresenius profitieren zu können.
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FrankfurtAngesichts der geplanten Übernahme von Rhön-Klinikum durch Fresenius geben sich die Investoren beim fränkischen Klinikkonzern die Klinke in die Hand. Der Anteil der Schweizer Großbank UBS habe am Montag 8,59 Prozent betragen, teilte Rhön-Klinikum am Freitag mit. Hinzu kommen Optionen über 0,97 Prozent der Rhön-Papiere, womit die UBS insgesamt Zugriff auf 9,56 Prozent der Rhön-Aktien hat. In der Vorwoche hatte die UBS nach eigenen Angaben gut fünf Prozent an Rhön gehalten und ihren Anteil seitdem mehrfach verändert.

Die Verschiebungen bei Großbanken sind häufig auf die Aktivitäten von Kunden wie Hedge Fonds und anderen großen Investoren zurückzuführen. Da der Rhön-Kurs derzeit gut einen Euro unter dem Fresenius-Angebot von 22,50 Euro je Aktie liegt, können die Investoren einen Gewinn einfahren, wenn die Übernahme gelingt. Auch der bekannte US-Investor John Paulson ist deshalb bei Rhön-Klinikum eingestiegen und hat am Donnerstag angekündigt, sein Aktienpaket an Fresenius zu verkaufen.

Fresenius muss mehr als 90 Prozent der Rhön-Papiere einsammeln, damit die Übernahme des Konkurrenten gelingt. Diese Hürde hat Fresenius-Chef Ulf Schneider gesetzt, da diese Annahmequote in der Rhön-Satzung für wichtige Entscheidungen vorgesehen ist. Sollten sich Konkurrenten oder Hedge Fonds mit mehr als zehn Prozent bei Rhön einkaufen, könnten sie den Deal blockieren. Die Vorstände von Fresenius und Rhön, die sich beide für die Übernahme ausgesprochen haben, sehen dafür bisher keine Anzeichen. Was genau hinter den jüngsten Aktienbewegungen steckt, wissen sie allerdings nicht.

Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass die schwedische Bank SEB 7,62 Prozent an Rhön-Klinikum hält. Rechnet man Optionen und andere Finanzinstrumente mit ein, hat das Institut sogar Zugriff auf 12,37 Prozent der Rhön-Aktien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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