Gerd Häusler

BayernLB-Chef verschiebt seinen Abschied

Eigentlich wollte der Chef der BayernLB, Gerd Häusler, zum Jahresende abtreten. Doch die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich schwierig. Insbesondere das vergleichsweise geringe Gehalt schreckt Bewerber ab.
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Gerd Häusler, Vorsitzender des Vorstandes der Bayern LB, bleibt wohl noch länger. Quelle: dpa

Gerd Häusler, Vorsitzender des Vorstandes der Bayern LB, bleibt wohl noch länger.

(Foto: dpa)

MünchenBayernLB-Chef Gerd Häusler bleibt mangels Nachfolger länger als geplant an der Spitze der Landesbank. Häusler sei bereit, seinen Rückzug auf den 31. März 2014 zu verschieben, hieß es am Montag in Finanzkreisen. Ursprünglich hatte er seinen vorzeitigen Rücktritt zum 31. Dezember angekündigt. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich aber auch wegen der Deckelung des Jahresgehalts auf 500 000 Euro schwierig - wenig im Vergleich zu den Millionengehältern anderer Bankchefs. Aber mehr darf die BayernLB als staatlich gerettete Bank nicht zahlen. Zudem müssen auch bei dem potenziellen Nachfolger bestehende Vertragslaufzeiten eingehalten werden.

Bei der BayernLB erwartet den neuen Chef viel Arbeit, da der Umbau der Landesbank noch längst nicht abgeschlossen ist und ein Rechtsstreit mit der einstigen Tochter Hypo Alpe Adria viel Arbeit macht. Häusler hatte in den vergangenen Jahren einen harten Sanierungskurs bei der BayernLB umgesetzt, nachdem die Bank vor fünf Jahren mit Milliardenhilfen vor der Pleite gerettet werden musste. Seine Rücktrittsankündigung eine Woche nach der Landtagswahl in Bayern hatte bei der Staatsregierung für Bedauern gesorgt, da insbesondere Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) viel von Häusler hält und ihn gerne weiterhin im Amt gesehen hätte.

Der milliardenteure Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) 2007 belastet die BayernLB bis heute. Die HGAA weigert sich, Kredite zurückzuzahlen - insgesamt geht es um rund 2,3 Milliarden Euro, die die BayernLB von der HGAA fordert. Am 25. November wird der Fall vor dem Landgericht München verhandelt.

Inzwischen arbeitet die BayernLB, die mehrheitlich dem Freistaat Bayern gehört, wieder profitabel. Im ersten Halbjahr verdiente sie mit 720 Millionen Euro vor Steuern bereits mehr Geld als im gesamten Vorjahr und will auch für das Gesamtjahr schwarze Zahlen erreichen. Wie das dritte Quartal gelaufen ist, gibt Finanzvorstand Stephan Winkelmeier am Mittwoch (13. November) bekannt. Auch er will die Bank Medienberichten zufolge aber bald verlassen. Als Nachfolger ist nach Informationen des „Handelsblattes“ (Montag) Controlling-Chef Markus Wiegelmann im Gespräch. Die BayernLB äußerte sich nicht dazu.

  • rtr
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