Gericht entscheidet
Ermittlungen gegen Ex-Chef von Caja Madrid eingestellt

Überraschende Wende im Fall Miguel Blese: Ein Gericht entscheidet die Ermittlungen gegen den Ex-Chef von Caja Madrid zu den Akten zu legen. Es ging um die Vergabe eines zweifelhaften Kredits von 26,6 Millionen Euro.
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MadridDie Ermittlungen der spanischen Justiz gegen den früheren Chef der Sparkassenkette Caja Madrid, Miguel Blesa, haben eine neue überraschende Wende genommen. Das Madrider Landgericht ordnete am Mittwoch an, den Fall um die Vergabe eines zweifelhaften Kredits von 26,6 Millionen Euro an den maroden und später zusammengebrochenen Reisekonzern Marsans zu den Akten zu legen.

Die Kammer hielt dem zuständigen Ermittlungsrichter Elpidio Silva vor, das Prinzip der Verhältnismäßigkeit missachtet zu haben. Der Ermittler habe den Eindruck erweckt, nach einem Verantwortlichen für die derzeitige Wirtschaftskrise zu suchen. Der 65-jährige Blesa, der von 1996 bis 2010 an der Spitze der Caja Madrid gestanden hatte, befindet sich seit zwei Wochen in Untersuchungshaft.

Zunächst war unklar, ob die Entscheidung des Landgerichts bedeutet, dass der Bankier das Gefängnis verlassen kann. Der Ermittlungsrichter Silva hatte die Untersuchungshaft nicht wegen des umstrittenen Kredits an Marsans angeordnet, sondern wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Übernahme der amerikanischen City National Bank of Florida.

Die Caja Madrid war eines der größten Geldinstitute in Spanien. Aus der Sparkasse ging die Großbank Bankia hervor.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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