Geschäft mit Börsengängen auf dem Prüfstand: LBBW will nur noch vertraute Unternehmen an die Börse bringen

Geschäft mit Börsengängen auf dem Prüfstand
LBBW will nur noch vertraute Unternehmen an die Börse bringen

Im Oktober hatte die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) den Börsengang von Hess organisiert, obwohl sie nicht die Hausbank war – im Februar ging das Unternehmen pleite. Seitdem steht das Börsengeschäft auf dem Prüfstand.
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StuttgartDie Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zieht Konsequenzen aus der Pleite des Leuchtenherstellers Hess. Deutschlands größte Landesbank werde künftig vermutlich nur noch Börsengänge von Unternehmen organisieren, die sie als Hausbank gut kenne, sagte LBBW-Chef Hans-Jörg Vetter am Montag in Stuttgart. „Wir werden das Geschäft auch weiter begleiten, aber nur noch da, wo wir Hausbank sind.“ Die LBBW hatte Ende Oktober den Börsengang (IPO) von Hess organisiert, obwohl sie nicht Hausbank des Unternehmens aus Villingen-Schwenningen war. Mitte Februar meldete Hess Insolvenz an, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Firma wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs durch falsche Angaben im Börsenprospekt.

Die LBBW hat das Geschäft mit Börsengängen nach der Pleite von Hess auf den Prüfstand gestellt.

Diese Prüfung ist laut Vetter noch nicht abgeschlossen. Er gehe aber davon aus, dass sich das Institut bei IPOs künftig auf vertraute Unternehmen beschränken werde. Für das Stuttgarter Geldhaus werden sich die Auswirkungen der Entscheidung vermutlich in Grenzen halten. Die Bank, die zahlreichen Mittelständlern in Baden-Württemberg als Kunden hat, war bei größeren Börsengängen zuletzt ohnehin nur selten als federführende Bank aufgetreten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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